Bente Schipp.

Online-Seminar

Mittwoch, 27. Mai 2026 18.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Online-Seminar

Nicht wegsehen: Antisemitismus verstehen und wirksam handeln

Wissen, Haltung und Praxis zu Antisemitismuskritik

Antisemitische Vorfälle nehmen auch in Nordrhein-Westfalen deutlich zu. Dieses Online-Seminar setzt genau hier an: Es verbindet grundlegendes Wissen mit konkreten Handlungsmöglichkeiten und lädt zur persönlichen Auseinandersetzung mit Antisemitismus ein. Zu Beginn steht eine angeleitete Selbstreflexion, die Raum für eigene Perspektiven und Unsicherheiten schafft. Darauf aufbauend werden zentrale Grundlagen zu Antisemitismus vermittelt, von historischen Kontinuitäten bis hin zu heutigen Erscheinungsformen. Dabei werden auch Überschneidungen und Unterschiede zu Rassismus thematisiert sowie die Frage, wie beide Phänomene gesellschaftlich gegeneinander ausgespielt werden.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Praxis: Anhand von Fallbeispielen wird aufgezeigt, wie opferzentrierter Umgang aussehen kann und welche Möglichkeiten es gibt, Betroffene konkret zu schützen und zu unterstützen. Die Teilnehmenden erarbeiten gemeinsam Handlungsempfehlungen für unterschiedliche Situationen: im Alltag, im beruflichen Kontext und im zivilgesellschaftlichen Engagement. Das Seminar bietet außerdem Orientierung im Umgang mit Unsicherheiten, etwa bei der Unterscheidung zwischen legitimer Kritik an israelischer Politik und antisemitischen Aussagen. Es geht dabei nicht um eine vertiefte Nahostanalyse, sondern um Sensibilisierung und Einordnung. Durch den Wechsel von Inputs, Übungen und Diskussionen entsteht ein Lernraum, der Kopf, Herz und Hand gleichermaßen anspricht: Wissen erwerben, Haltung entwickeln und ins Handeln kommen. Ziel ist es, Teilnehmende zu stärken, antisemitische Tendenzen zu erkennen, solidarisch zu handeln und jüdisches Leben in NRW aktiv zu unterstützen.


Unsere Veranstaltungsziele:

  • Die Teilnehmenden erwerben grundlegendes Wissen über aktuelle Erscheinungsformen von Antisemitismus und reflektieren eigene Haltungen und Handlungsspielräume
  • Die Teilnehmenden lernen, antisemitische Situationen einzuordnen und sicher zu reagieren, um Betroffene zu schützen.
  • Die Teilnehmenden stärken ihre Handlungskompetenz zu stärken, um solidarisches Engagement im Alltag zu fördern.


Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Interessierte, die sich gerne vertiefend mit Antisemitismus und der eigenen Haltung auseinandersetzen möchten.


Referentin

Michelle Pantke ist freie Referentin und Co-Projektleitung der ju:an-Praxisstelle: Antisemitismus- und rassismuskritische Jugendarbeit” der Amadeu Antonio Stiftung.


Hinweis 1: Unsere Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen richten sich an Menschen, die dieses Wissen für ihr gesellschaftspolitisches Ehrenamt nutzen können und wollen. Sie sind inhaltlich und didaktisch so aufgebaut, dass für die Teilnehmenden ein möglichst hoher praktischer Nutzen gewährleistet ist. Die Inhalte werden daher an ihren Wünschen und Bedürfnissen erarbeitet und können sich ggf. auch noch kurzfristig während der Veranstaltung ändern. Da unsere Veranstaltungen in der Regel Grundlagenwissen vermitteln und sich durch einen hohen Anteil an praktischen Übungen und Reflexionsphasen auszeichnen, ersetzen sie keine berufliche Fort- oder Weiterbildung in diesem Bereich. Angebote, die für den direkten beruflichen Nutzen ausgelegt sind, werden von uns entsprechend im Titel und bei der Zielgruppenbeschreibung gekennzeichnet. Alle weiteren Fragen zu Inhalten, Aufbau und Ziel der Veranstaltung können jederzeit an die zuständige Bildungsmanagerin Dr. Julia Hagen unter julia.hagen@boell-nrw.de gestellt werden.


Hinweis 2: Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Online-Veranstaltung der US-Dienstleister Zoom Video Communications Inc. (Zoom) genutzt wird. Dabei können auch personenbezogene Daten in die USA übermittelt werden, obwohl die EU-Kommission für die USA nicht generell ein der EU angemessenes Datenschutzniveau festgestellt hat und diese Daten daher dem Zugriff von Sicherheitsbehörden unterliegen können, ohne dass angemessene Rechtsbehelfe hiergegen bestehen.

Für die Teilnahme benötigen Sie eine Kamera und ein Mikrofon. Wir empfehlen dringend die Nutzung eines Headsets, um Rückkopplungen zu vermeiden. Sie können entweder das Client-Programm oder die App nutzen. Mit den Browsern Chrome und Edge können Sie direkt über den Zugangslink teilnehmen. Weitere Information zur Handhabung von Zoom finden Sie hier. Bitte achten Sie darauf, dass Sie die neueste Version von Zoom verwenden, damit Sie über die nötigen Einstellungen verfügen. Die Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung zu Zoom erhalten Sie spätestens 2 Stunden vor der Veranstaltung per E-Mail.

Für die Verwendung der Software Zoom übernimmt die Heinrich Böll Stiftung NRW keine Haftung. Alle weiteren Informationen finden Sie in unserer aktuellen Datenschutzerklärung.

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Veranstalter*in
Landesstiftung Nordrhein-Westfalen
Sprache
Deutsch