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Podiumsdiskussion

Sonntag, 05. September 2021 14.00 – 16.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Podiumsdiskussion

Aktualität des Antisemitismus in Ostsachsen

Auftaktveranstaltung des Bündnis gegen Antisemitismus in Dresden und Ostsachsen

Am 6. September feiern Jüdinnen und Juden überall in der Welt den Beginn von Rosch ha-Schana – dem jüdischen Neujahrsfest.

Versucht man sich an einer Bilanz des vergangenen Jahres mit Blick auf das  jüdische Leben in Deutschland, so fällt diese ambivalent aus: Auf der einen Seite ist die Anzahl der antisemitischen Straftaten in Deutschland mit 2.428 angezeigten Fällen erneut auf ein Allzeithoch gestiegen. Im Rahmen der Proteste gegen die Corona-Schutzmaßnahmen erlebte die Relativierung der Shoah einen neuen Höhepunkt. Und im Zuge des Wiederaufflammens des Nahostkonflikts wurden Synagogen in Deutschland das Ziel von Brandanschlägen und Steinwürfen.

Auf der anderen Seite beteiligen sich überall in Deutschland engagierte Einzelpersonen, Vereine und Organisationen am Festjahr „1700 Jahre jüdi-schen Lebens in Deutschland“. Mit zahlreichen Ausstellungen, Workshops und Begegnungsformaten zeigen sie die lange Geschichte und die Vielseitigkeit jüdischen Lebens in der Gegenwart. Ein Anliegen, das viele weitere Menschen teilen, die sich all   täglich gegen den grassierenden Antisemitismus stemmen und für ein selbstbewusstes jüdisches  Dasein eintreten. Dennoch ist die viel beschworene Normalität jüdischen Lebens in Deutschland noch immer nicht erreicht. Was aber braucht es, um das Versprechen einzulösen?

Wir wollen den Vortag des jüdischen Neujahrsfestes nutzen, dieser Frage auf einem Podium nachzugehen und sie mit Blick auf die Region Dresden und Ostsachsen zu diskutieren. Wir, das ist das Bündnis  gegen Antisemitismus in Dresden und Ostsachsen, das seit einem Jahr daran arbeitet, die Perspektiven und Handlungsansätze der jüdischen Gemeinschaft und der Zivilgesellschaft Ostsachsens einander näherzubringen. Mit einigen unserer Mitglieder werden wir besprechen, wie und wo sie Antisemitismus in Ostsachsen wahrnehmen, welche Auswirkungen er auf das jüdische Leben in der Region hat sowie welche Ansatzpunkte sich zur Bekämpfung des Antisemitismus eignen.

Unsere Gesprächspartner*innen sind:

Michael Hurshell (Jüdische Gemeinde zu Dresden K.d.ö.R.), Alex Jacobowitz (Jüdische Gemeinde in Görlitz/Zgorzelec und Umgebung e.V.), Anne Kleinbauer (Netzwerkstatt - Hillersche Villa gGmbH), Ekaterina Kulakova (Bikkur Cholim zu Dresden e.V.), Petra Schickert (Kulturbüro Sachsen e.V.), Franziska Stölzel (Initiative Stolpersteine für Weißwasser)

Die Diskussion wird moderiert von: Kathrin Krahl(Weiterdenken – Heinrich-Böll- Stiftung Sachsen) und Anna Olbrich (Internationales Begegnungszentrum St. Marienthal)

Grußworte & Einführungsstatements: Dr. Petra Follmar-Otto (Vorständin der Stiftung Er innerung, Verantwortung und Zukunft), Dr. Nora Goldenbogen (Präsidentin des Landesverbandes Sachsen der jüdischen Gemeinden K.d.ö.R.), Petra Köpping (Sächsische Staatsministerin für Soziales und gesellschaftlichen Zusammenhalt),

Kurzinterview mit Dr. Thomas Feist (Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für das Jüdische Leben)

Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von Organisa­tionen aus der jüdischen Community und der Zivil­gesellschaft Ostsachsens. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Überzeugung, dass das Engagement gegen die verschiedenen Formen des Antisemitismus an ihren gesellschaftlichen Ursachen ansetzen muss.

www.bga-ostsachsen.de

ORT: KLEINES HAUS DES STAATSSCHAUSPIELS DRESDEN - Glacisstraße 28 - 01099 Dresden

 

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Veranstalter*in
Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)