- Samstag, 30. Januar 2010 10.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Widerstand und Aufbruch
veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`
Das Jahr 2010 markiert für Afrika eine besondere Zäsur. Vor 125 Jahren fand in Berlin eine Konferenz ihr Ende, in deren Ergebnis die europäische Kolonialexpansion in Afrika faktisch zum Abschluss kam – der Kontinent wurde einvernehmlich unter den europäischen Großmächten aufgeteilt. Die Grenzen der afrikanischen Staaten verlaufen noch heute entlang jener Demarkationslinien, die einst die Einflusssphären imperialistischer Bestrebungen voneinander trennten und die bis in die Gegenwart Angehörige ein und derselben ethnischen Gruppe zu Bürgern verschiedener Staaten machen.
Mit dieser Erblast und mit der Hypothek jahrhunderte langer kolonialer Unterdrückung und wirtschaftlicher Ausplünderung kämpfend, erlangten schließlich 1960 – im Afrikanischen Jahr – 17 Länder des schwarzen Kontinents ihre staatliche Unabhängigkeit. Seitdem ringen die Völker Afrikas nicht nur um „Entwicklung“, sondern auch um Überwindung kolonialer Denkstrukturen, Eigenständigkeit und einen geachteten Platz in der Weltgemeinschaft.
Das Anliegen der Konferenz ist es, die Kontinuitäten und (Auf)Brüche in den kolonialen und post-kolonialen Zeitenwenden aufzuzeigen sowie aktuelle Herausforderungen in Afrika zu thematisieren. In ihrer Vielfalt beleuchten die Beiträge auf der Konferenz die unterschiedlichsten Facetten aus Geschichte und Gegenwart und ermöglichen eine Analyse der vielgestaltigen Problemlagen in Afrika. Darauf aufbauend will die Konferenz somit auch zu einem besseren Verständnis und zur Kritik des Beziehungsgefüges zwischen der Europäischen Union und Afrika – im Spannungsfeld von Zwängen, Interessenlagen und Erwartungen – beitragen.(Programm unter dem Link einsehbar)
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