- Montag, 14. Dezember 2009 11.00 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Widerstand, Dissidenz und alternative Konzepte
veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`
mit:
ReferentInnen aus Polen, Russland, Estland, Ungarn, Tschechien und Deutschland.
Termin:
14.12. 11:00 Uhr bis 14.12. 17:00 Uhr
Ort:
Rosa-Luxemburg-Stiftung, Seminarraum 1, 1. OG, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin
Region:
Berlin
Kategorie(n):
Zeitgeschichte
Gesellschaftstheorie
Regionen/Länder
Ostdeutschland
Kontakt:
Erhard Crome, Tel:030 44310 165
-->Im Jahre 2009 liegen die Ereignisse des Jahres 1989 zwanzig Jahre zurück. Ursachen, Verläufe und Ergebnisse des Fiaskos des Realsozialismus und der Schaffung neuer, liberal- und parlamentarisch-demokratischer sowie kapitalistischer Verhältnisse stehen auf besondere Weise in der öffentlichen Diskussion.
In den Umbrüchen in der DDR und im Osten Europas kommt den Intellektuellen eine eigene, oft überschätzte aber auch vielfach unterschätzte Rolle zu. Sie haben einerseits dem Widerstand und der Dissidenz gegenüber der kommunistischen Partei-Herrschaft Stimme und Richtung gegeben. Andererseits gab es eine „Partei-Intelligenz“, die die kommunistische Macht zunächst mitgetragen hat, zugleich aber vielfach der bornierten Politbürokratie kritisch gegenüberstand. Sie war oft Trägerin alternativer Konzepte, wie etwa in Ungarn und Polen 1956 oder in der Tschechoslowakei 1968, die eigene Wege des Sozialismus, einen „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ ermöglichen wollte. 1989 gaben Intellektuelle auf beiden Seiten der Bruchlinie der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung wesentlich das Gepräge.
Vor diesem Hintergrund soll die Rolle der Intellektuellen in den Umbruchsprozessen Ende der 1980er/ Anfang der 1990er Jahre nicht nur separat in Bezug auf die DDR bzw. Ostdeutschland diskutiert werden, sondern vergleichend im ost- bzw. ostmitteleuropäischen Kontext.
Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat dazu im Jahre 2009 Diskussionen in Warschau, Moskau und Prag geführt. Der Workshop in Berlin schließt den Zyklus ab.
Mit Referentinnen und Referenten aus Polen, Russland, Estland, Ungarn, Tschechien und Deutschland.
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