Dienstag, 31. Januar 2006 – Sonntag, 05. Februar 2006 In meinem Kalender speichern

`Well Played` – Arabisch-Iranische Filmtage

Kino, Gesellschaft und Identität

Migration, Nachkriegsstrukturen, islamische Traditionen, aber auch urbanes Leben, private Dramen und Konflikte zwischen Generationen, Ethnien und Geschlechtern. Die Themen der <b>Filmkulturen im arabischen Raum und in Iran</b> verbinden Moderne und Tradition, lokale und universelle Problematiken. Sie sind so vielfältig wie die Perspektiven, Bildsprachen und Stimmen des arabischen und iranischen Kinos. Ein gemeinsamer Stil oder eine einheitliche Thematik, die für die Filmwelt der gesamten Region gelten könnten, sind kaum auszumachen. Dabei führen sowohl die staatliche Seite in ihrer Forderung nach Einhaltung der "guten Sitten" als auch das westliche Publikum mit seinem Wunsch nach bestimmten Stoffen und in seiner Suche nach Erklärungsmustern für die Anschläge vom 11. September zur Selektion von Filminhalten.<br> <br> Mit den <b>arabisch-iranischen Filmtagen</b> zeigt die Heinrich-Böll-Stiftung den Facettenreichtum des arabischen und iranischen Kinos und bringt die Vielfalt der Kulturen, Lebensstile, sozialen und politischen Gegebenheiten in der Region einem deutschen Publikum näher. In den Filmen äußern sich die Krisen und Konflikte, die gemeinsamen Hintergründe und Zukunftsvisionen. Sie zeichnen ein umfassendes Bild der verschiedenen Kulturen und tragen so zum interkulturellen Verständnis bei.<br> <br> Vom <b>31. Januar bis 5. Februar</b> werden Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus dem Maghreb, dem Nahen Osten und Iran gezeigt und von Gesprächen mit Filmschaffenden aus der Region begleitet. Diese ZuschauerInnengespräche sollen dazu einladen, die Inhalte der Filme, aber auch deren Bedeutung, Wahrnehmung und Einfluss im Entstehungsland zu diskutieren.<br> <br> Abgeschlossen werden die Filmtage mit einer <b>öffentlichen Diskussion</b>, die sich mit der Rolle des Kinos in der Gesellschaft sowie mit Fragen der Definition und Entwicklung von Identitäten beschäftigt.
Arabisch-Iranische Filmtage