Workshop
- Samstag, 19. September 2026 10.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Workshop
Vom Verschwinden des Politischen?
KI-Bilder, Fotografie und der Umgang mit Authentizität in Bildern
Soziale Bewegungen und politischer Aktivismus haben Fotografie lange genutzt, um Missstände sichtbar zu machen und Öffentlichkeit herzustellen. Fotografien wurde dabei eine besondere Glaubwürdigkeit zugeschrieben: Sie galten als visuelle Zeugnisse realer Ereignisse. Ihre politische Wirkung beruhte wesentlich auf dieser angenommenen Authentizität – auf der Verbindung zwischen Bild und Wirklichkeit und ihrem Anspruch, ein tatsächliches Geschehen zu bezeugen.
Mit KI-Bildgeneratoren entstehen heute täuschend echte Bilder von Ereignissen, die nie stattgefunden haben. Diese Bilder zirkulieren in sozialen Medien und werden zunehmend Teil politischer Kommunikation und Desinformation, vor allem rechter Gruppen. Für Betrachter*innen sind Unterschiede zwischen fotografischen und synthetischen Bildern oft kaum erkennbar. Damit gerät eine zentrale Grundlage politischer Bildpraxis ins Wanken: Wenn Bilder nicht mehr zuverlässig auf reale Ereignisse verweisen, stellt sich die Frage, worauf sich ihre politische Bedeutung und Glaubwürdigkeit künftig stützen.
Der Workshop untersucht, was ein politisches Bild ausmacht und welche Rolle Authentizität für seine Wirkung spielt. Ausgehend von ikonischen Fotografien sozialer Bewegungen analysieren die Teilnehmenden fotografische und KI-generierte Bilder im Hinblick auf ihren Anspruch auf Zeugenschaft, ihre visuelle Rhetorik und ihren politischen Einsatz. In einer praktischen Phase werden eigene KI-Bilder erstellt und gemeinsam diskutiert.
Im Zentrum steht die Frage, wie sich politische Bildpraxis unter Bedingungen synthetischer Bildproduktion verändert. Gemeinsam wird reflektiert, welche Folgen der Verlust einer eindeutigen visuellen Authentizität für soziale Bewegungen sowie die politische Öffentlichkeit hat und welche Herausforderungen damit für die Glaubwürdigkeit politischen Aktivismus verbunden sind.
Mit:
Dr. Felix Koltermann ist Kommunikationswissenschaftler mit einem Fokus auf Visuelle Kommunikation, Visuelle Medienkompetenz, KI-Bilder und Fotopädagogik. In seiner Arbeit verknüpft er Themen aus Sozialen Bewegungen und der Menschenrechtsarbeit mit Fragen der Visuallen Kommunikation. Er arbeitet als Wissenschaftsredakteur an einem Helmholtz-Zentrum.
Datum:
Samstag 19. September 2026
10:00 - 18:00 Uhr
Veranstaltungsort
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Olivaer Platz 16, 4. OG, 10707 Berlin
Die Räumlichkeiten des Bildungswerks sind leider nur bedingt für Rollstuhlfahrer*innen nutzbar: Es gibt einen Aufzug (mit den Maßen 125 cm x 70 cm). Allerdings besteht eine Kante von knapp 5 cm, um in die Räumlichkeiten zu gelangen. Es gibt leider keine barrierefreien Toiletten. Wir entschuldigen uns für diese Umstände.
Teilnahmegebühr
50,00 Euro/ ermäßigt 25,00 Euro
Der ermäßigte Beitrag kann in Anspruch genommen werden von Schüler*innen, Auszubildenden, Studierenden, Freiwilligendienstleistenden, Arbeitssuchenden mit Leistungen nach ALG II sowie Schwerbehinderten (GdB mind.50) gegen Vorlage der entsprechenden Bescheinigung.
Die Zahlung des Teilnahmebeitrags wird nach Erhalt der Anmeldebestätigung bzw. nach Zahlungsaufforderung fällig. Bei Absagen, die weniger als zwei Wochen vor Seminarbeginn eingehen, wird die Teilnahmegebühr nur dann zurückerstattet, wenn eine Person von einer evtl. vorhandenen Warteliste nachrücken kann. In jedem Fall wird aber eine Bearbeitungsgebühr von 20 Euro fällig.
Dieser Workshop wird mit 9 Unterrichtseinheiten für das GreenCampus-Zertifikat anerkannt.
Die Veranstaltung wird von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung gefördert.
Mit KI-Bildgeneratoren entstehen heute täuschend echte Bilder von Ereignissen, die nie stattgefunden haben. Diese Bilder zirkulieren in sozialen Medien und werden zunehmend Teil politischer Kommunikation und Desinformation, vor allem rechter Gruppen. Für Betrachter*innen sind Unterschiede zwischen fotografischen und synthetischen Bildern oft kaum erkennbar. Damit gerät eine zentrale Grundlage politischer Bildpraxis ins Wanken: Wenn Bilder nicht mehr zuverlässig auf reale Ereignisse verweisen, stellt sich die Frage, worauf sich ihre politische Bedeutung und Glaubwürdigkeit künftig stützen.
Der Workshop untersucht, was ein politisches Bild ausmacht und welche Rolle Authentizität für seine Wirkung spielt. Ausgehend von ikonischen Fotografien sozialer Bewegungen analysieren die Teilnehmenden fotografische und KI-generierte Bilder im Hinblick auf ihren Anspruch auf Zeugenschaft, ihre visuelle Rhetorik und ihren politischen Einsatz. In einer praktischen Phase werden eigene KI-Bilder erstellt und gemeinsam diskutiert.
Im Zentrum steht die Frage, wie sich politische Bildpraxis unter Bedingungen synthetischer Bildproduktion verändert. Gemeinsam wird reflektiert, welche Folgen der Verlust einer eindeutigen visuellen Authentizität für soziale Bewegungen sowie die politische Öffentlichkeit hat und welche Herausforderungen damit für die Glaubwürdigkeit politischen Aktivismus verbunden sind.
Mit:
Dr. Felix Koltermann ist Kommunikationswissenschaftler mit einem Fokus auf Visuelle Kommunikation, Visuelle Medienkompetenz, KI-Bilder und Fotopädagogik. In seiner Arbeit verknüpft er Themen aus Sozialen Bewegungen und der Menschenrechtsarbeit mit Fragen der Visuallen Kommunikation. Er arbeitet als Wissenschaftsredakteur an einem Helmholtz-Zentrum.
Datum:
Samstag 19. September 2026
10:00 - 18:00 Uhr
Veranstaltungsort
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Olivaer Platz 16, 4. OG, 10707 Berlin
Die Räumlichkeiten des Bildungswerks sind leider nur bedingt für Rollstuhlfahrer*innen nutzbar: Es gibt einen Aufzug (mit den Maßen 125 cm x 70 cm). Allerdings besteht eine Kante von knapp 5 cm, um in die Räumlichkeiten zu gelangen. Es gibt leider keine barrierefreien Toiletten. Wir entschuldigen uns für diese Umstände.
Teilnahmegebühr
50,00 Euro/ ermäßigt 25,00 Euro
Der ermäßigte Beitrag kann in Anspruch genommen werden von Schüler*innen, Auszubildenden, Studierenden, Freiwilligendienstleistenden, Arbeitssuchenden mit Leistungen nach ALG II sowie Schwerbehinderten (GdB mind.50) gegen Vorlage der entsprechenden Bescheinigung.
Die Zahlung des Teilnahmebeitrags wird nach Erhalt der Anmeldebestätigung bzw. nach Zahlungsaufforderung fällig. Bei Absagen, die weniger als zwei Wochen vor Seminarbeginn eingehen, wird die Teilnahmegebühr nur dann zurückerstattet, wenn eine Person von einer evtl. vorhandenen Warteliste nachrücken kann. In jedem Fall wird aber eine Bearbeitungsgebühr von 20 Euro fällig.
Dieser Workshop wird mit 9 Unterrichtseinheiten für das GreenCampus-Zertifikat anerkannt.
Die Veranstaltung wird von der Berliner Landeszentrale für politische Bildung gefördert.
- Adresse
-
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
- Sprache
- Deutsch
© Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstraße 8
10117 Berlin
T +49 (30) 285 34-0
F +49 (30) 285 34-109
www.boell.de
info@boell.de