Dienstag, 03. November 2009 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Streitfall Evolution

veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`

Zum Vordringen kreationistischen Denkens in Schule und Gesellschaft

mit:

Christoph Lammers, M.A., Politik- und Sozialwissenschaftler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachgruppe Biologie und Didaktik der Biologie an der TU Dortmund; Moderation: Janeta Mileva

Termin:

03.11. 19:00 Uhr bis 03.11. 21:00 Uhr

Ort:

Helle Panke, Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin

Region:

Berlin

Kategorie(n):

Gesellschaftstheorie
Kultur

Teilnahmebeitrag:

1,50

Kontakt:

»Helle Panke« e.V. - Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Tel:030 47538724, Fax:030 47538775

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Charles Darwins Evolutionstheorie bildet heute die Grundlage der modernen Biologie. Sie ist mittlerweile auf wissenschaftlicher Ebene ein wichtiger interdisziplinärer Erklärungsansatz biologischer, sozialer und kultureller Prozesse. In unserer Gesellschaft lässt sich eine gegenteilige Entwicklung beobachten. Aktuelle Zahlen legen nahe, dass auch in vermeintlich säkularen Gesellschaften die Grundaussagen der Evolutionstheorie in Zweifel gezogen werden. Haben sich die beiden Staatskirchen in den letzten Jahrzehnten der Wissenschaft gegenüber weiter geöffnet, formulieren in erster Linie religiös-fundamentalistische Bewegungen ihre Kritik an den (r)evolutionären Erkenntnissen. Der Kreationismus, als eine dieser erstarkenden Bewegungen, ist die Weltanschauung, nach der das Leben durch einen übernatürlichen Schöpfer erschaffen wurde. Grundlage des Kreationismus bilden die Schöpfungsvorstellungen, wie sie unter anderem im Alten Testament beschrieben sind. Diese Erzählungen werden wortwörtlich verstanden und als ‚Alternative‘ zum wissenschaftlichen Ansatz der Evolutionstheorie dargestellt. Ergänzt wird diese Entwicklung durch Vorbehalte, die in allen gesellschaftlichen Schichten zu finden sind. Es geht dabei unter anderem um die Frage von Schöpfung und Zufall in der Entstehung des Lebens, die Frage nach der gemeinsamen Abstammung von Mensch und Affe und die Gemeinsamkeiten von Menschen und Tieren.

Der Vortrag möchte diese Problematik anhand von aktuellen Daten und verschiedenen Praxisbeispielen darstellen. Darüber hinaus sollen Überlegungen angestellt werden, worin die Ursachen evolutionsskeptischen Denkens liegen und welche besondere Rolle den Schulen dabei zukommt.

 

Referent: Christoph Lammers, M.A., Politik- und Sozialwissenschaftler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachgruppe Biologie und Didaktik der Biologie an der TU Dortmund


Rosa Luxemburg Stiftung