- Freitag, 12. März 2010 14.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Robert Havemann und die Opposition in der DDR
Symposium zum 100. Geburtstag von Robert Havemann
Programmübersicht:
Begrüßung
Dr. Olaf Weißbach
Geschäftsführer der Robert-Havemann-Gesellschaft
Michael Stognienko
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Gisela Kuck
Laudatio anlässlich der Ehrung als „Gerechter unter den Völkern“ für Robert Havemann und die Widerstandsgruppe Europäische Union durch die Gedenkstätte Yad Vashem
14:30 Uhr
Robert Havemann - Rekonstruktion einer Biographie
Prof. Dr. Dieter Hoffmann
Robert Havemann – Rekonstruktion einer Biographie nach 1989
Dr. Tomas Vilimek
In den Fängen von Fälschungen und Legenden. Robert Havemann in der Mühlfeit-Biographie von Nicole Glocke.
Dr. Bernd Florath/Hans-Eberhard Leupold
„Der beschlagnahmte Fasching“ – Dreharbeiten bei der letzten Vorlesung Robert Havemanns
16:00 Uhr
Robert Havemann und die Friedlichen Revolution
Prof. Dr. Manfred Wilke
Robert Havemann und die Programmatik der Friedlichen Revolution
Prof. Dr. Hubert Laitko
Das Sozialismuskonzept von Robert Havemann im Wandel
Prof. Dr. Francisco Martinez
Die Rezeption des östlichen Marxismus in Spanien: Der Fall Robert Havemann
Dr. Christian Sachse
Die Zukunft öffnen. Robert Havemanns Theorie des politischen Handelns
18:00 Gesprächsrunde
Robert Havemann – nur wer sich ändert bleibt sich treu
mit Prof. Dr. Manfred Bierwisch, Lilo Fuchs, Katja Havemann, Sibylle Havemann, Wolfgang Templin, Dieter Bub
Moderation: Joachim Widmann
Robert Havemann (11.3.1910 – 9.4.1982)
Der Physikochemiker Robert Havemann schloß sich 1933 dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus an. Als Mitbegründer der Gruppe „Europäische Union“ wurde er 1943 zum Tode verurteilt. Befreundete Wissenschaftler erreichten wiederholt den Aufschub der Hinrichtung, bis die Rote Armee im April 1945 das Zuchthaus befreite. In den Nachkriegsjahren engagierte sich Robert Havemann vorbehaltlos für den Aufbau der DDR als kommunistische Alternative. Die Enthüllungen über stalinistische Verbrechen im Jahre 1956 erschütterten ihn tief und bewirkten seinen Wandel. Seit den 60er Jahren gehörte er zu den bekanntesten Kritikern des SED-Regimes. Er stritt für Freiheit, Menschenrechte und eine legale Opposition im Sozialismus und thematisierte die deutsche Teilung. Nach seiner Aufsehen erregenden Vorlesungsreihe an der Berliner Humboldt-Universität 1963-64 erhielt er Berufsverbot. Bis zu seinem Lebensende war er ständiger Überwachung und Verfolgung ausgesetzt. Mit seiner mutigen Haltung, seinem Freiheitsbegriff und seiner politischen Lebenserfahrung wurde er zu einer Symbolfigur der DDR-Opposition.
09:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Schulveranstaltung zum 100. Geburtstag von Robert Havemann
mit Schülerinnen und Schülern der Robert-Havemann-Oberschule und des Oberstufenzentrums „Edith Stein“
Begrüßung
Dr. Olaf Weißbach
Geschäftsführer der Robert-Havemann-Gesellschaft
Michael Stognienko
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Gisela Kuck
Laudatio anlässlich der Ehrung als „Gerechter unter den Völkern“ für Robert Havemann und die Widerstandsgruppe Europäische Union durch die Gedenkstätte Yad Vashem
14:30 Uhr
Robert Havemann - Rekonstruktion einer Biographie
Prof. Dr. Dieter Hoffmann
Robert Havemann – Rekonstruktion einer Biographie nach 1989
Dr. Tomas Vilimek
In den Fängen von Fälschungen und Legenden. Robert Havemann in der Mühlfeit-Biographie von Nicole Glocke.
Dr. Bernd Florath/Hans-Eberhard Leupold
„Der beschlagnahmte Fasching“ – Dreharbeiten bei der letzten Vorlesung Robert Havemanns
16:00 Uhr
Robert Havemann und die Friedlichen Revolution
Prof. Dr. Manfred Wilke
Robert Havemann und die Programmatik der Friedlichen Revolution
Prof. Dr. Hubert Laitko
Das Sozialismuskonzept von Robert Havemann im Wandel
Prof. Dr. Francisco Martinez
Die Rezeption des östlichen Marxismus in Spanien: Der Fall Robert Havemann
Dr. Christian Sachse
Die Zukunft öffnen. Robert Havemanns Theorie des politischen Handelns
18:00 Gesprächsrunde
Robert Havemann – nur wer sich ändert bleibt sich treu
mit Prof. Dr. Manfred Bierwisch, Lilo Fuchs, Katja Havemann, Sibylle Havemann, Wolfgang Templin, Dieter Bub
Moderation: Joachim Widmann
Robert Havemann (11.3.1910 – 9.4.1982)
Der Physikochemiker Robert Havemann schloß sich 1933 dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus an. Als Mitbegründer der Gruppe „Europäische Union“ wurde er 1943 zum Tode verurteilt. Befreundete Wissenschaftler erreichten wiederholt den Aufschub der Hinrichtung, bis die Rote Armee im April 1945 das Zuchthaus befreite. In den Nachkriegsjahren engagierte sich Robert Havemann vorbehaltlos für den Aufbau der DDR als kommunistische Alternative. Die Enthüllungen über stalinistische Verbrechen im Jahre 1956 erschütterten ihn tief und bewirkten seinen Wandel. Seit den 60er Jahren gehörte er zu den bekanntesten Kritikern des SED-Regimes. Er stritt für Freiheit, Menschenrechte und eine legale Opposition im Sozialismus und thematisierte die deutsche Teilung. Nach seiner Aufsehen erregenden Vorlesungsreihe an der Berliner Humboldt-Universität 1963-64 erhielt er Berufsverbot. Bis zu seinem Lebensende war er ständiger Überwachung und Verfolgung ausgesetzt. Mit seiner mutigen Haltung, seinem Freiheitsbegriff und seiner politischen Lebenserfahrung wurde er zu einer Symbolfigur der DDR-Opposition.
09:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Schulveranstaltung zum 100. Geburtstag von Robert Havemann
mit Schülerinnen und Schülern der Robert-Havemann-Oberschule und des Oberstufenzentrums „Edith Stein“
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
© Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstraße 8
10117 Berlin
T +49 (30) 285 34-0
F +49 (30) 285 34-109
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