Mittwoch, 13. Oktober 2010 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Referenzsysteme Politischer Bildung

veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`

Am Beispiel der Bildungsarbeit zum Thema Antisemitismus. Reihe «Forum politische Bildung»

Wer über Bildung spricht, spricht meist nur über ihre Gegenstände. Doch was in Bildungsprozessen geschieht, wird auch geprägt von politischen Kontextbedingungen, von Organisationsformen, Lerntheorien, von Annahmen über die Bedeutung von Einstellungen. Was also müssen wir über Bildungsprozesse wissen, um darin sinnvoll und politisch zu agieren? Welche Rolle können wissenschaftliche Überlegungen (z.B. aus der Einstellungsforschung, aus Gesellschaftstheorien, aus Lerntheorien) spielen, wenn es darum geht, politische Bildung erfolgreicher zu machen?

In der Veranstaltung werden Referenzsysteme diskutiert, die in der Bildungsarbeit zum Thema Antisemitismus relevant werden: Was bedeutet es, wer welchen antisemitischen Spruch macht? Mit welchem Spektrum an Strategien reagiere ich darauf? Was bedeutet das wiederum in einem Kontext, in dem Antisemitismus primär als pädagogisches Problem verhandelt wird? Ziel der Veranstaltung ist es, eine Systematisierung anzubieten, in der auch Bildungspraxen zu anderen Themen reflektiert werden können, und sie zugleich an einem Beispiel zu diskutieren, das selbst interessant und relevant ist.

Die Referentin, Dr. Barbara Schäuble, ist Sozialpädagogin und Soziologin. Sie hat über `Antisemitismus unter Jugendlichen` promoviert und forscht und lehrt derzeit an der Uni Kassel zum Thema `Kinderschutz`.

Rosa Luxemburg Stiftung