Dienstag, 04. Mai 2010 19.30 – 22.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Rechtsextremismus und Antisemitismus in der DDR

Die DDR-Führung legitimierte sich durch den Antifaschismus. Bereits 1950 wurde auf dem 3. Parteitag der SED festgestellt, die Wurzeln des Faschismus seien in der DDR „ausgerottet“. Damals waren 1/3 der SED-Mitglieder zuvor NSDAP-Mitglieder gewesen. Albert Norden sagte 1960, als das Material zu Globke übergeben wurde: „Den einfachen Nazis, die ihre Pflicht tun, die sich dem Gesetz gegenüber richtig verhalten, will niemand etwas“. So brüteten Erbschaften aus der NS-Zeit weiter vor sich hin... Erst 1987, als Neonazis ein Rockkonzert in der Zionskirche überfielen, wurde der Öffentlichkeit das Problem bewusst.

Vortrag von Harry Waibel