Donnerstag, 10. Dezember 2009 19.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Raus aus dem Parlament

Rechtsextreme Parteien und rechtsextreme Szene nach dem Superwahljahr 2009


Die Ergebnisse der vergangenen Landtags- und Bundestagswahlen in Brandenburg sprechen scheinbar eine deutliche Sprache. Die rechtsextremen Parteien DVU (1,15 %) und NPD (2,56 %) haben den Einzug in den Potsdamer Landtag klar verpasst. Dabei wurde ihnen nicht zuletzt der Bruch des Deutschland-Paktes zum Verhängnis, nach dem sich jeweils nur eine der beiden Parteien in einem Bundesland zur Wahl stellt, um Konkurrenzsituationen zu vermeiden.
Doch bedeutet diese Wahlschlappe nicht automatisch, dass rechtsextreme Organisationen tatsächlich an Relevanz verloren haben. Anzunehmen ist, dass sich ihre Strategien und Konzepte ändern. Wie werden rechtsextremistische Parteien in Zukunft auftreten? Welche Auswirkungen sind für andere Strukturen der rechtsextremen Szene, zum Beispiel die „Kameradschaften“, zu erwarten? Und nicht zuletzt: Mit welchen neuen Herausforderungen hat sich die Arbeit gegen Rechtsextremismus auseinanderzusetzen?

Dr. Michael Kohlstruck, Leiter der Arbeitsstelle Jugendgewalt und Rechtsextremismus vom Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, wird in seinem Vortrag die aktuelle Situation in Brandenburg darstellen. Andrea Nienhuisen vom Mobilen Beratungsteam Trebbin wird anschließend auf die Entwicklungen in der Region um Zossen in Südbrandenburg eingehen, in der sie bei der Stärkung und Entwicklung einer demokratisch verfassten Gesellschaft mitwirkt.

In der anschließenden Diskussion ist Einmischung erwünscht und wir hoffen auf spannende Interventionen aus dem Publikum. Der Eintritt ist frei.
Veranstalter*in
Landesstiftung Brandenburg