Mittwoch, 01. März 2006 18.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Mythos Atomkraft

Eine Bestandsaufnahme vor dem 20. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl

Es ging schneller, als erwartet: Nun wird doch vom schwarzen Regierungspartner an den Restlaufzeiten der Atomkraftwerke gerüttelt und in diesem Zusammenhang von wünschenswerten zukünftigen "unideologischen" Energiekonzepten geredet. Die <b>Atomenergie</b> ist wieder verstärkt in der Diskussion. Der Gas-Streit zwischen Russland und der Ukraine, steigende Ölpreise und ein galoppierender Klimawandel zählen zu den Argumenten, die ins Feld geführt werden. Trotz Ausstiegsvereinbarungen und anhaltend hoher Ablehnung der Atomenergie in der Bevölkerung gibt sich die Atomlobby nicht geschlagen. Doch bisher werden einige Neubauten in Asien und ein Reaktor in Finnland kaum ausreichen, den weltweiten Abwärtstrend des Atomstromanteils umzukehren. Und selbst wo Regierungen wie in den Vereinigten Staaten und Großbrittanien die Atomkraft schon länger wieder hoffähig machen wollen, fordert die Industrie umfangreiche staatliche Subventionen, bevor sie sich auf dieses Abenteuer einlässt.<br> <br> Angesichts eines Generationenwechsels bleibt es also eine Herausforderung für die Umweltbewegung, atomkritisches Know How zu aktualisieren und sich für die kommenden Auseinandersetzungen zu wappnen. Eine <b>neue Studie</b> der Heinrich-Böll- Stiftung soll dazu beitragen.<br> <br> In einer Reihe von Themenpapieren bietet die Heinrich-Böll-Stiftung vertiefte Informationen zu den großen Themenkomplexen um Atomenergie weltweit an:<br> - <b>Reaktorsicherheit</b>: Welche alten und neuen Reaktortypen gibt es? Was sind ihre spezifischen Risiken? Welche Probleme entstehen bei Laufzeitverlängerung?<br> - <b>Brennstoffkreislauf</b>: Wie lange reichen die Uranvorräte? Welche Risiken birgt der Uranbergbau? Welche Konzepte existieren für die Endlagerung?<br> - <b>Ökonomie</b>: Wie wirtschaftlich ist Atomenergie? Welche Unsicherheiten liegen den Kalkulationen zugrunde?<br> - <b>Klimaschutz</b>: Inwieweit bietet die Atomenergie eine Antwort auf die Herausforderung des Klimaschutzes?<br> - <b>Proliferation</b>: Wie eng ist die Verbindung von ziviler und militärischer Nutzung der Atomenergie?<br> <br> <b>Podiumsdiskussion mit</b>:<br> <b>Renate Backhaus</b>, BUND<br> <b>Felix Matthes</b>, Öko-Institut<br> <b>Ralf Fücks</b>, Heinrich-Böll- Stiftung<br> <b>Gerhard Knies</b>, Hamburger NaturwissenschaftlerInnen-Initiative "Verantwortung für Frieden und Natur"<br> <br> <b>Moderation</b>: Christian Maaß, GAL