Fachgespräch
- Dienstag, 02. Juni 2026 17.00 – 19.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Fachgespräch
Leben in der Superdiversität
Über das Zusammenleben in einer Gesellschaft der Minderheiten
Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit haben so viele Leute aus so verschiedenen Regionen der Erde so eng in großen und kleineren Städten zusammengelebt wie heute. Zugleich ist diese „Superdiversität“ schon fest etabliert, neu ankommende Menschen treffen auf die hier geborenen Kinder und Enkel der vor Jahrzehnten Eingewanderten. All das verändert unsere Stadtviertel: Die bisherige Mehrheit „ohne Migrationsgeschichte“ hört auf, in der Mehrheit zu sein, sie wird zu einer Minderheit unter anderen Minderheiten. Für nicht Wenige ist dies eine Herausforderung. Wie also gehen Menschen „ohne Migrationshintergrund“ mit dieser Situation um? Fühlen sie sich auf einmal „fremd“ im eigenen Stadtteil oder begrüßen sie die zunehmende Vielfalt? In ihrer bahnbrechenden Untersuchung „Becoming a Minority“ kommen Maurice Crul und Frans Lelie zu verblüffenden Ergebnissen: Egal, ob Menschen eine positive oder negative Meinung zu Migration und Diversität haben – sienehmen längst Teil an gemeinsamen nachbarschaftlichen Praktiken, aus denen ersichtlich wird, wie man in einer superdiversen Umgebung gut zusammenleben kann.
Nach einem Input der zentralen Thesen und Ergebnisse der Forschungsarbeit durch die beiden Autor*innen Maurice Crul und Frans Lelie diskutieren wir mit Akteur*innen aus der Communityarbeit und werfen einen Blick auf die Praxis des Zusammenlebens in superdiversen Stadtteilen: Welche Strategien des Zusammenlebens haben sich entwickelt, welche Rolle spielt dabei die Gestaltung des öffentlichen Raums und welche Forderungen an die Politik ergeben sich daraus?
Es diskutieren & informieren:
Prof. Maurice Crul & Frans Lelie – Freie Universität Amsterdam
Dr. Jens Schneider – SFB 1604 "Produktion von Migration", Universität Osnabrück
Özlem Avcı – Lehrerin, Künstlerin sowie aktiv in den Bereichen Kultur und politische Bildung
Sahar Syawash – Gemeinwesenarbeiterin, Poliklinik Veddel, Schwerpunkt Wohnen
Moderation:
Dîlan Sina Balhan – freie Moderatorin und Bildungsreferentin sowie Rechtsanwältin, Hamburg
Begrüßung:
Dr. Barbara Plankensteiner – Direktorin des MARKK
Ort: Zwischenraum im MARKK (Museum am Rothenbaum – Kulturen und Künste der Welt)
Rothenbaumchaussee 64
Besonders wichtig sind Eure Perspektiven. Daher wird es ausreichend Raum für Eure Fragen & Anmerkungen geben. Wir freuen uns auf Euch!
Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Veranstalter*innen: Eine Kooperation von Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg, Universität Osnabrück, verikom gGmbH und dem MARKK
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
U1 – Hallerstraße
S2 / S5 – Dammtor
Bus 15 – Hallerstraße
Bus 19 – Böttgerstraße
Bus 114 – Museum am Rothenbaum
Barrierefreiheit
Diese Veranstaltung richtet sich an alle: Egal ob Hamburger*in oder nicht; mit und ohne Vorkenntnisse; ob interessiert oder einfach nur neugierig. Wir bemühen uns, unsere Angebote inklusiv und so barrierearm wie möglich zu gestalten. Sollten Sie Unterstützungsbedarf haben, wie z.B. Gebärdensprache, sprechen Sie uns gerne an. Die Teilnahme mit einem Rollstuhl oder ähnlichen Hilfsmitteln für Personen mit beeinträchtigter Mobilität ist mit Einschränkungen möglich. Mehr Informationen findet Ihr hier.
- Adresse
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▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Hamburg
- Rechtliches
- Allgemeine Geschäftsbedingungen
Kooperationspartner/innen
© Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstraße 8
10117 Berlin
T +49 (30) 285 34-0
F +49 (30) 285 34-109
www.boell.de
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