Film und Gespräch
- Dienstag, 18. Februar 2025 11.00 – 12.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Film und Gespräch
Khartoum
Film-Geschichten über Krieg, Vertreibung und Träumen von der Heimat Sudan
Fünf BewohnerInnen der sudanesischen Hauptstadt Khartoum - ein Beamter, eine Teeverkäuferin, ein Freiwilliger des Widerstandskomitees und zwei junge Plastikflaschensammler - sind nach dem Ausbruch des Krieges gezwungen, ihre Heimat in Richtung Kenia zu verlassen. Im Film KHARTOUM erzählen sie ihre Geschichten, von Aufbuchstimmung und Hoffnungen während der Revolution, vom Krieg und seinen Folgen und ihrer ungewissen Zukunft.
Im Jahr 2022 begannen die sudanesischen Filmemacher Anas Saeed, Rawia Alhag, Ibrahim Snoopy und Timeea Ahmed gemeinsam mit dem britischen Regisseur Phil Cox, das Leben ihrer fünf ProtagonistenInnen zu dokumentieren. Doch mit den Auseinandersetzungen zwischen dem sudanesischen Militär und paramilitärischen Kräften (Rapid Support Forces, RSF) beginnt ein sich ausweitender Krieg, der bereits mehr als 10 Millionen Menschen vertrieben hat, darunter auch die FilmemacherInnen und ihre HauptdarstellerInnen.
KHARTOUM zeigt, wie das Team das Filmprojekt mit Entschlossenheit und Erfindungsreichtum an eine neue Realität angepasst hat. Das vor der Flucht gedrehte Filmmaterial wird mit fantasievollen Greenscreen-Sequenzen montiert, wodurch die FilmemacherInnen einen innovativen Raum für Majdi, Khadmallah, Jawad, Lokain und Wilson erschaffen, in dem sie von ihren traumatischen Erfahrungen erzählen können, in dem es aber auch genügend Platz für Momente der Hoffnung, der Freude und des Träumens gibt..
Das Ergebnis ist eine einzigartige, emotionale und persönliche Reise in einen verheerenden Konflikt, über den im Westen viel zu wenig berichtet wird. Mit dem RegisseurInnen-Team möchten wir über ihre Erfahrungen sprechen und darüber diskutieren, was es bedeutet, im Konflikt menschlich zu bleiben und sich als GefüchteteR neuen Lebensrealitäten so anzupassen, dass man persönliche und berufliche Träume weiterverfolgen kann.
Mit:
- Rawia Alhag, sudanesische Drehbuchautorin und Regisseurin, Nairobi
- Anas Saeed, sudanesischer Video-Journalist und Regisseur, Nairobi
- Timeea Mohamed Ahmed, sudanesischer Produzent und Regisseur, Nairobi
- Ibrahim Snoopy, sudanesischer Kameramann und Regisseur, Nairobi
- Phil Cox, britischer Regisseur und Filmautor, London
Input: Katja Keul, Staatsministerin im Auswärtigen Amt
Moderation: Kirsten Krampe, Heinrich-Böll-Stiftung und Dorothee Wenner, Berlinale
Diskussionssprache: Englisch
Fachkontakt:
Clara Müller, Referat Afrika
E mueller@boell.de
Filmvorführungen des Films „Khartoum“
Wir laden Sie außerdem zu einem der Screenings des Films „Khartoum“ auf der Berlinale ein. Je Anmeldung zum obigen Mittagsgespräch wird eine Freikarte zur Verfügung gestellt. Es besteht ein stark begrenztes Kontingent (first come, first serve).
Mi, 19.02.2025 um 17:30 Uhr im Haus der Berliner Festspiele (Premiere)
Do, 20.02.2025 um 10:00 Uhr im Cubix 9
Fr, 21.02.2025 um 13:30 Uhr im Cubix 7
Sa, 22.02.2025 um 19:00 Uhr im Cubix 7
So, 23.02.2025 um 21:45 Uhr im Filmtheater am Friedrichshain
- Adresse
-
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
- Barrierefreiheit
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
- Sprache
- Englisch
Kooperationspartner/innen
© Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstraße 8
10117 Berlin
T +49 (30) 285 34-0
F +49 (30) 285 34-109
www.boell.de
info@boell.de