- Mittwoch, 10. November 2010 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Inklusion: ein Konzept zur Veränderung von Schule und Gesellschaft
veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`
Inklusion: ein Konzept zur Veränderung von Schule und Gesellschaft
Reihe «Forum Politische Bildung»
Karl Marx bezeichnete als Gesellschaft die Gesamtheit der Verhältnisse zwischen den Menschen. In soziologischer Auffassung meint der Begriff Gesellschaft eine (große) Anzahl von Personen mit unterschiedlichen Merkmalen, die als soziale Akteure miteinander verbunden sind. So oder so: alle sind darin eingeschlossen.
Warum aber hört man derzeit aus aller Munde, wir brauchten inklusive Bildung, Inklusion auf dem Arbeitsmarkt, und vor allem: eine inklusive Gesellschaft? Gerade in Zeiten größter wirtschaftlicher Krisen beschäftigen sich Soziolog_innen und Behindertenpädagog_innen damit, Auswege aus der immer stärkeren Zerklüftung der Gesellschaft zu finden. Wie könnte eine Gesellschaft aussehen, an der wirklich alle Individuen teilhaben? Sind die vorgezeigten Wege nur eine weitere Möglichkeit, Sozialausgaben einzusparen? Wie lange kann eine inklusive Gesellschaft Bestand haben, wodurch wird sie bedroht? Und wer setzt diese Idee eigentlich um?
Der Ist-Zustand ist eine Gesellschaft, die ausgrenzt, die Menschen das Gefühl vermittelt, Bittsteller ihres eigenen Lebens zu sein. Inklusion soll es dagegen an erster Stelle jedem Individuum ermöglichen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Dazu müssen grundlegende Strukturen verändert werden. Wie und durch wen – das ist Thema des Abends.
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