Dienstag, 27. April 2010 – Mittwoch, 28. April 2010 In meinem Kalender speichern

Green New Deal auf Ukrainisch?

Die Rolle Deutschlands und der Ukraine für eine moderne europäische Energiepolitik

Fünfte `Kiewer Gespräche`

Der Energiesektor der Ukraine ist auf vielfältige Weise mit dem der Europäischen Union und Russlands verflochten. So erfolgen fast 80% der Energieimporte der EU aus Russland durch das ukrainische Pipeline-Netz. Der einheimische Energiebedarf der Ukraine selbst wurde 2007 zu 55% aus Importen von fossilen Energieträgern –  meist aus Russland - gedeckt. Sowohl die EU als auch die Ukraine sind jedoch bestrebt, ihre Importabhängigkeit im Energiebereich zu verringern.

Die EU hat mit der im November 2009 verabschiedeten Strategie für nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung („EU 2020“) Innovation im Energiebereich und grünes
Wachstum in den Mittelpunkt ihres Plans für mehr Wettbewerbsfähigkeit gestellt. Hindernisse auf dem Weg zu einem „Green New Deal“ in der Ukraine sind bisher die mangelnde Transparenz der Energiepolitik auf nationaler wie auf kommunaler Ebene sowie die erheblichen Eigeninteressen der politischen Elite des Landes in der Energiewirtschaft.

Bei den „Fünften Kiewer Gesprächen“ diskutieren Fachleute und Politiker aus Deutschland und der Ukraine die Chancen für die Umsetzung einer effizienten und nachhaltigen Energiepolitik in beiden Ländern. Wird es der Ukraine gelingen, ihre erheblichen Energiesparpotentiale zu nutzen und damit ihre Abhängigkeit von Energieimporten zu reduzieren? Werden die ukrainischen Verbraucher und Umweltschützer auf eine größere Transparenz in der Energiepolitik drängen können? Welche Kooperationsmöglichkeiten sind erfolgversprechend und ausbaufähig?

u.a. mit:
Rebecca Harms, MdEP
Andri Veselowsky, Botschafter der Vertretung der Ukraine bei der EU Brüssel
Claudia Kemfert, DIW Berlin
Wolodymyr Saprykin, Razumkov Centre Kiew
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