Samstag, 14. Januar 2006 – Sonntag, 15. Januar 2006 In meinem Kalender speichern

Globalisierung, Krieg und Intervention

Internationale Tagung

In den letzten 15 Jahren hat die <b>deutsche Bundeswehr</b> einen fundamentalen Transformationsprozess durchlaufen: von einer Armee zur Landesverteidigung hin zu einer Interventionsstreitmacht, die zu weltweiten Einsätzen gerüstet ist und zur Zeit auf drei Kontinenten agiert. Begründet wird dies mit einem entgrenzten Sicherheitsbegriff und zugleich mit dem Argument, die deutsche Verantwortung für globale Demokratie und Menschenrechte erfordere die Bereitschaft auch zu Militäreinsätzen überall in der Welt.<br> <br> In der <b>Friedensbewegung</b> und damit ebenso in der <b>IPPNW</b> (Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte fuer die Verhütung des Atomkriegs, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) gibt es eine intensive und kontroverse Diskussion, inwiefern bei massiven Menschenrechtsverletzungen - bis hin zum Genozid - bei Versagen anderer Maßnahmen eben auf das letzte Mittel der militärischen Gewaltanwendung von außen zurückzugreifen ist.<br> <br> Dieses brennende Thema ist Gegenstand dieser Tagung, bei der zentrale Fragen einer Klärung näher gebracht werden sollen:<br> <br> - Können Militärinterventionen legitime und erfolgversprechende Mittel einer humanitären internationalen Politik sein? <br> - Welche Möglichkeiten gewaltloser zivilgesellschaftlicher Intervention können wir vorschlagen und praktisch voranbringen?<br> <br> <b>Mit</b>: Mit: Johan Galtung, Norwegen<br> Walden Bello, Focus on the global South, Bangkok<br> Hans C. von Sponeck, ehemal. UN- Koordinator im Irak, Schweiz<br> Ulrike von Pilar, Ärzte ohne Grenzen<br> Winfried Nachtwei, MdB, Bündnis 90/Grüne<br> Neil Arya, IPPNW, Kanada<br> u.v.a.