- Sonntag, 06. Dezember 2009 10.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Frauenaufbruch ’89. Was wir wollten – Was wir wurden
veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`
Als im Dezember 1989 auf einen spontanen Aufruf hin 1200 Frauen aus allen Regionen der DDR im großen Theatersaal der Berliner Volksbühne zusammentrafen, markierte dies den Beginn einer erstmals öffentlich werdenden unabhängigen Frauenbewegung in der DDR, deren Wurzeln in die 1980er Jahre zurückreichten. Frauen aus nichtstaatlichen Frauen- und Lesbengruppen, Frauen aus kirchlichen Netzwerken, kritische Wissenschaftlerinnen, Reformerinnen aus der SED, kurz Frauen aus den unterschiedlichsten Kreisen und Glaubensrichtungen traten aus ihren bislang verborgenen und voneinander getrennten Gruppen und Zirkeln heraus und diskutierten erstmals gemeinsam über den Zustand und die Zukunft ihres Landes. Selbst überrascht von der enormen Resonanz feierten die Frauen in der Volksbühne ihren ersten öffentlichen staatsunabhängigen Aufbruch. Der Tag endete mit der Gründung einer politischen Interessenvertretung – dem Unabhängigen Frauenverband (UFV) der DDR.
Anlässlich des 20. Jubiläums dieses Ereignisses hält die Tagung Rückschau auf die enthusiastischen Zeiten des Aufbruchs und fragt gleichzeitig nach der Ambivalenz seines Erbes.
Am Abend laden wir herzlich zum FEST DER FRAUEN ein .
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