Festival
- Samstag, 15. August 2026 – Sonntag, 16. August 2026 In meinem Kalender speichern
Festival
FilmschweSTERN* Filmfestival
FilmschweSTERN* ist ein zweitägiges feministisches Filmfestival, das am 15. und 16. August 2026 erstmals stattfindet. Es versteht sich als Plattform für die Stärkung, Sichtbarkeit und Vernetzung weiblicher und diverser Perspektiven im Film. Ziel des Festivals ist es, einen inspirierenden Safespace zu schaffen, in dem filmkünstlerischer Ausdruck, inhaltlicher Austausch und strukturelle Sichtbarkeit zusammenkommen.
Das Festivalprogramm umfasst zehn Filme von FLINTA*-Filmemacher*innen sowie eine Vortrags- und Workshopreihe mit Filmschaffenden aus den Bereichen Kamera, Regie und Produktion. Gemeinsam geben sie Einblicke in ihre Arbeitsweisen, teilen Erfahrungen und vermitteln praktisches Wissen rund ums Filmemachen.
Die Vorträge und Workshops werden in Kürze auf dem Instagram-Kanal @filmschwe_stern bekannt gegeben. Da die Teilnehmer*innenzahl begrenzt ist, gilt das Prinzip: „First come, first serve“. Es lohnt sich also, die Ankündigungen im Blick zu behalten. Anmeldung in Kürze hier.
FilmschweSTERN* schafft einen Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Gestalten – sowohl für Filmschaffende als auch für das Publikum. Gleichzeitig möchte das Festival auf strukturelle Ungleichheiten in der Filmbranche aufmerksam machen, konkrete Unterstützungsmöglichkeiten bieten und FLINTA* in allen Phasen ihrer filmischen Laufbahn fördern – von Einsteiger*innen und Studierenden bis hin zu etablierten Regisseur*innen. Neben den Filmvorführungen bilden deshalb Workshops und Vorträge einen zentralen Bestandteil des Programms.
So entsteht ein geschützter Raum, in dem FLINTA*-Personen von erfahrenen Filmemacher*innen lernen und sich kreativ weiterentwickeln können. Am Filmset fehlt häufig die Möglichkeit, in einem sicheren Umfeld Erfahrungen zu sammeln und Fehler machen zu dürfen. Dabei ist genau das eine wichtige Voraussetzung für persönliches Wachstum und künstlerisches Lernen – insbesondere für Menschen, die strukturelle Benachteiligung erfahren. FilmschweSTERN* möchte deshalb einen Ort schaffen, an dem FLINTA* ohne Stress, Vorurteile und den ständigen Kampf gegen patriarchale Strukturen lernen, ausprobieren und sich entfalten können.
Wer steht hinter FilmschweSTERN?*
Emma Păcurariu, gerade einmal 20 Jahre alt, hat nach der Schule viel in der Filmbranche gearbeitet – vor allem in der Licht- und Kameraabteilung. Durch diese vielfältigen Arbeitserfahrungen sowie zahlreiche Gespräche mit Filmemacher*innen wurde ihr immer deutlicher, dass Frauen in dieser Branche oft nicht die gleichen Chancen haben. Daraus entstand in ihr der starke Wunsch, etwas daran zu ändern. Also schrieb sie ihrem Lieblingskino aus der Kindheit – dem Filmkunsttheater Casablanca in Nürnberg – und erzählte von ihrer Idee, ein feministisches Filmfestival zu organisieren. Diese wunderbaren Menschen aus dem Casablanca meldeten sich zurück:
Christoph Forster – Nach einem Studium der Theaterwissenschaft und Philosophie geriet er kurzzeitig auf die schiefe Bahn des Privatfernsehens, bevor er im Casablanca als Programmkoordinator zu seiner Begeisterung für Film zurückfand – vor allem, wenn es um queere und feministische Themen geht.
Sara Hertle – Sie studierte English and American Studies und Skandinavistik und promoviert jetzt in Literaturwissenschaften über das Feenland – also da, wo das ganz große Geld ist. Im Casa hilft sie ehrenamtlich aus und beschäftigt sich gern wie und mit den anderen FilmschweSTERN* mit queerfeministischer Kunst und Kultur.
Yulia Krylova – Nach ihrem Zweifachbachelor in Medienwissenschaft und Soziologie, fing sie mit dem Master in Mediendramaturgie an. Nebenher hat sie bei eigenen Videoprojekten die Rolle als Regisseurin und Drehbuchautorin übernommen. Zusätzlich hat sie bei diversen Filmfestivals gearbeitet. Aktuell ist sie im Casa fürs Programm und Vorführen zuständig, ihr aktuellstes Projekt ist die Organisation eines monatlichen Strick- und Häkelkinos. Parallel arbeitet sie an ihrem nächsten Kurzfilm. Beim diesjährigen Filmpodcast Workshop von „Jugend ohne Film“ hat sie außerdem Kira kennengelernt und für die FilmschweSTERN* begeistern können.
Kira Reichel – Nach ihrem Bachelor in den Fächern Kunst-Medien-Ästhetische Bildung und Kulturwissenschaften zog sie für den Master in Filmwissenschaften nach Berlin. In ihren Abschlussarbeiten fokussierte sie sich auf queerfeministische Ästhetiken im Essay- und Experimentalfilm. Sie redet nicht nur gern im Podcastformat über Filme, sondern arbeitet im Kulturbereich an der Schnittstelle von Film und Bildung – mit Stationen in der Ausstellungsproduktion, Filmfestivalorganisation und eigener Programmarbeit im Kinokollektiv Heulsusen.
Zu viert hatten sie Lust, Motivation und vor allem den Glauben an die Idee. Gemeinsam beschlossen sie, Emma bei diesem Projekt zu unterstützen und FilmschweSTERN* Wirklichkeit werden zu lassen.
FLINTA* steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen. Das Sternchen schließt darüber hinaus weitere Geschlechtsidentitäten ein, die sich in dieser Abkürzung wiederfinden.
- Adresse
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Casablanca Filmkunsttheater e.V.
Brosamerstraße 12
90459 Nürnberg
- Veranstalter*in
- Petra-Kelly-Stiftung
- Teilnahmegebühren
- Workshopteilnahme kostenlos mit Anmeldung, Eintritt für Kurzfilmprogramme (Preis tba auf Kinowebsite)
© Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstraße 8
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