Mittwoch, 04. November 2009 19.30 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Facts on the ground

veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`

Die Wahrheit über Israel …
Menachem Klein von der Tel Aviver Bar-Ilan Universität und zwei AktivistInnen der Graswurzel-Initiative »Sadaka Reut« nehmen Stellung zu innerisraelischen Debatten

… wird vermutlich auch diese Veranstaltung nicht zur Gänze ans Licht bringen können und doch soll es die Diskussion mit den Gästen aus Israel erleichtern, den Nahost-Konflikt und die politischen Verwerfungen in der israelischen Gesellschaft besser zu verstehen. Bisweilen hat man den Eindruck, in Deutschland werde etwas anderes diskutiert als in der israelischen Linken. Die `Stellvertreter-Kriege`, die hierzulande mitunter bizarre Blüten treiben, schrecken viele davon ab, ihr Interesse und ihre Besorgnis zum Thema zu äußern und sich eine an Tatsachen orientierte Meinung zu bilden.

Die Akademie für politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung wird in der kommenden Zeit Menschen aus Israel und Palästina einzuladen, um etwas über die Situation vor Ort, über Diskussionen in Israel (und Palästina) und über die Schwierigkeiten linker Politik und Kritik dort zu erfahren und Ansätze zu Verständnis und politischer Initiative zu diskutieren. Der Nahost-Konflikt soll in lockerer Folge mit weiteren Veranstaltungen thematisiert werden.

Eingeladen zu dieser ersten Runde ist der Politikprofessor Menachem Klein von der Tel Aviver Bar-Ilan Universität, der uns eine Art Makroperspektive der aktuellen Situation vor Ort präsentiert. Klein wird den Stand der innerisraelischen Diskussion (z.B. Ein- bzw. Zwei-Staaten-Lösung, Siedlungspolitik, angeblich fehlende Gesprächspartner auf palästinensischer Seite, über-/regionaler Hintergrund etwa iranischer Drohungen, Hamas etc.) erläutern und eine analytische Einschätzung geben, die mögliche Perspektive aufzeigt.

Eingeladen sind außerdem zwei AktivistInnen der Graswurzel-Initiative »Sadaka Reut«, die jüdische Israelin Einat Podjarny und der arabische Israeli Fadi Shbeita. Sie werden – wieder vor dem Hintergrund innerisraelischer Diskurse – von den Schwierigkeiten des täglichen Kampfes gegen Diskriminierung und Rassismus, vor allem aber von den hoch gelobten Ansätzen jüdisch-arabischer Annäherung ihrer Initiative erzählen – eine Mikroperspektive gewissermaßen.
Rosa Luxemburg Stiftung