Online-Veranstaltung

Montag, 16. Februar 2026 18.00 – 19.00 Uhr In meinem Kalender speichern

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Es geht auch anders! Migration in Gegenwart und Zukunft # Erinnern

im Gespräch mit Mamad Mohamad, Geschäftsführer Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Es geht auch anders! Migration in Gegenwart und Zukunft lädt die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt zum Gespräch mit Mamad Mohamad ein.

Wir wollen Migration und Erinnerung zusammen denken!

Wie erinnern wir uns an Herkunftsorte, an Wege oder an Ankunft? Welche Rolle spielt der Verlust von Sprachen, Orten, Menschen und Landschaften in unserer Erinnerung - und welche der Neubeginn?

Was wurde uns weitergegeben und an was erinnern wir (nicht)? Wie erzählen wir von unseren Erinnerungen? Wo und wie können wir sie teilen? Wo nicht? Ist Erinnern heilsam oder auch belastend? Welche Rolle spielt das Schweigen? 

An wen und was erinnert Deutschland heute? Wer darf erinnern? 

Welche Erinnerungen an Migration werden unsere Gesellschaft in Zukunft prägen? Und: Können Migrationsgeschichten das Zusammenleben und die Solidarität stärken?

Im Gespräch loten Mamad Mohamad und Geraldine Mormin den vielschichtigen Zwischenraum von Migration und Erinnerung aus und blicken persönlich und politisch auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Migration in Deutschland.

 

Zum thematischen Hintergrund der Reihe:
Grenzen töten, Menschen werden kriminalisiert, Kommunen sind überfordert – das Thema Migration ist viel diskutiert und es gibt viele Herausforderungen. Häufig ist die Debatte sehr polarisiert und wird von rechts vereinnahmt. Viele Missstände, wie die Folgen der Klimakatastrophe und des demographischen Wandels, prekäre Wohnsituationen und Fragen zu Arbeit und Mobilität betreffen alle Menschen in unserer Gesellschaft – nicht nur Migrant*innen. Wir möchten gegenwärtige Krisen im Hinblick auf Alternativen diskutieren. Unser Blick soll zeigen, wie es gehen könnte und bereits an vielen Orten geht.

Wir möchten restriktiven Migrationspolitiken und rechten Diskursen konkrete Visionen einer solidarischen Gesellschaft entgegensetzen. Welche Zukunftsvisionen, welche Ideen, welche Praxisbeispiele für eine menschenrechtsorientierte Migrations- und Asylpolitik gibt es? Wie kann eine Welt aussehen, in der Migration nicht kriminalisiert, sondern als globale gesellschaftliche Realität anerkannt wird? Welche Ideen für ein menschenwürdiges Wohnen und Arbeiten von (geflüchteten) Menschen und für solidarisches Miteinander gibt es?  Wie können wir in Zukunft zusammenleben? In jeder Veranstaltung dieser Reihe sprechen wir zu einem Thema mit einer Expert*in, die uns zeigt, wie es anders geht.

Zum Experten:
Mamad Mohamad hat das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V. 2008 selbst mitgegründet und ist Geschäftsführer des Netzwerkes. 1996 ist er im Alter von gerade einmal 16 Jahren von Syrien nach Deutschland geflohen – alleine. Über den Königsteiner Schlüssel, der Geflüchtete den einzelnen Bundesländern in Deutschland zuweist, kam er nach Sachsen-Anhalt. Seitdem lebt er in Halle. Im letzten Jahr ist Mohamad den Grünen beigetreten – nach eigenen Worten, um dazu beizutragen, dass Menschen mit Migrationsgeschichte stärker in der Politik vertreten sind.

Moderation: Geraldine Mormin, Bildungsreferentin der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt

Datum: 16.02.2025
Uhrzeit: 18:00-19:00 Uhr

Die Veranstaltung findet online über Zoom statt. Anmeldung unter anmeldung@boell-sachsen-anhalt.de oder über den Anmelde-Button oben rechts.



Eine Veranstaltung des Heinrich-Böll-Stiftungsverbunds der Landesstiftungen Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und der Bundesstiftung.

 

Adresse
▶ Online-Veranstaltung
Veranstalter*in
Landesstiftung Sachsen-Anhalt
Sprache
Deutsch