Es geht auch anders! Migration in Gegenwart und Zukunft. Urheber/in: Petra-Kelly-Stiftung. All rights reserved.

Online-Diskussionsreihe

Montag, 20. April 2026 18.00 – 19.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Online-Diskussionsreihe

Es geht auch anders! Migration in Gegenwart und Zukunft

#Wohnen

im Gespräch mit Tanja Pfander, Leiterin des Wohnprojekts des Münchner Freiwillige - Wir helfen e.V. 
 

Wir wollen Migration und Wohnen zusammen denken!

Was bedeutet Ankommen, wenn der Wohnraum fehlt? Wie gelingt ein Neuanfang in einem Land, in dem bezahlbares Wohnen zunehmend zur sozialen Frage wird? Welche Rolle spielen zivilgesellschaftliches Engagement, private Vermieter*innen und Kommunen dabei, ein sicheres Zuhause zu ermöglichen?

Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf – es ist Voraussetzung für Teilhabe, Sicherheit und Selbstbestimmung. Doch gerade geflüchtete und sozial benachteiligte Menschen stehen auf dem Wohnungsmarkt vor besonderen Hürden: Diskriminierung, bürokratische Vorgaben, unsichere Aufenthaltsstatus und ein angespannter Markt erschweren den Zugang zu eigenem Wohnraum.

Gleichzeitig zeigen Initiativen wie das Wohnprojekt der Münchner Freiwilligen, dass es anders gehen kann. Im angespannten Münchner Wohnungsmarkt bringt das Projekt sozial benachteiligte Menschen, darunter viele mit Migrationsgeschichte oder Alleinerziehende, mit sozial eingestellten Vermieter*innen zusammen. Ziel ist es, langfristige und stabile Mietverhältnisse zu ermöglichen.

Welche Erfahrungen wurden in der konkreten Wohnraumvermittlung gesammelt? Was braucht es, damit aus einer Wohnung ein Ort des Ankommens wird? Wo liegen strukturelle Grenzen und welche politischen Rahmenbedingungen müssten sich verändern, damit menschenwürdiges Wohnen für alle Realität wird?

Im Gespräch loten Tanja Pfander und Geraldine Mormin den vielschichtigen Zusammenhang von Migration, Wohnen und gesellschaftlicher Teilhabe aus und blicken praktisch und politisch auf Gegenwart und Zukunft solidarischer Wohnmodelle in Deutschland.

 

Zum thematischen Hintergrund der Reihe:
Grenzen töten, Menschen werden kriminalisiert, Kommunen sind überfordert – das Thema Migration ist viel diskutiert und es gibt viele Herausforderungen. Häufig ist die Debatte sehr polarisiert und wird von rechts vereinnahmt. Viele Missstände, wie die Folgen der Klimakatastrophe und des demographischen Wandels, prekäre Wohnsituationen und Fragen zu Arbeit und Mobilität betreffen alle Menschen in unserer Gesellschaft – nicht nur Migrant*innen. Wir möchten gegenwärtige Krisen im Hinblick auf Alternativen diskutieren. Unser Blick soll zeigen, wie es gehen könnte und bereits an vielen Orten geht.

 

Wir möchten restriktiven Migrationspolitiken und rechten Diskursen konkrete Visionen einer solidarischen Gesellschaft entgegensetzen. Welche Zukunftsvisionen, welche Ideen, welche Praxisbeispiele für eine menschenrechtsorientierte Migrations- und Asylpolitik gibt es? Wie kann eine Welt aussehen, in der Migration nicht kriminalisiert, sondern als globale gesellschaftliche Realität anerkannt wird? Welche Ideen für ein menschenwürdiges Wohnen und Arbeiten von (geflüchteten) Menschen und für solidarisches Miteinander gibt es? Wie können wir in Zukunft zusammenleben? In jeder Veranstaltung dieser Reihe sprechen wir zu einem Thema mit einer Expert*in, die uns zeigt, wie es anders geht.

 

Zur Expertin:
Tanja Pfander ist Leitung des Wohnprojekts des Münchner Freiwillige - Wir helfen e.V. Das Projekt vermittelt privaten Wohnraum an geflüchtete und sozial benachteiligte Menschen, begleitet Mietverhältnisse und arbeitet eng mit der Stadt München zusammen. Seit Projektbeginn konnten über 200 Wohnungen (Stand April 2025) vermittelt und mehr als 750 Menschen in ein eigenes Zuhause begleitet werden. Für dieses Engagement wurde das Projekt unter anderem mit dem Luise-Kieselbach-Preis 2023 ausgezeichnet und wird durch die Stadt München bezuschusst. Ziel ist es, das erfolgreiche Konzept weiter auszubauen und noch mehr Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein sicheres Zuhause zu ermöglichen.

 

Moderation: Geraldine Mormin, Bildungsreferentin der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt



Eine Veranstaltung des Heinrich-Böll-Stiftungsverbunds der Landesstiftungen Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und der Bundesstiftung.

Adresse
▶ Online-Veranstaltung

Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
kostenfrei