- Mittwoch, 10. März 2010 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
DIVERSITY -- Eine bunte Welt für Wenige oder gleiche Rechte für alle?
veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`
An das Schlagwort Diversity knüpfen sich viele Hoffnungen:
Abkehr von defizitorientierten Integrationsbemühungen, die die
Einzelnen in ihren subalternen Positionen fixieren. Hinwendung zu
Ressourcenorientierung, zu gezielter Förderung bei Wahrung der
Vielfalt, letztlich zu mehr Gleichberechtigung und Anerkennung. Ein
Gewinn für alle. -- Leider ist das nur die eine Seite der Medaille,
werfen wir auch einen Blick auf die andere.
Oft wird Diversity in die Tradition der Bürgerrechts- und Frauenbewegung der USA gestellt. Entwickelt aber wurde es angesichts eines drohenden Mangels an hoch qualifizierten Arbeitskräften unter Weißen Männern -- als eine Management-Strategie zu Erschließung der Potenziale in subalternen Gruppen. Die Existenz von Oben und Unten, von Reichtum und Armut, stand dabei nie in Frage. Heute rüstet der Ansatz Unternehmen für ihren Kampf um Profite in einer globalisierten Welt. Er verändert die Zusammensetzung derer, die Oben sind, und weist den großen Rest nach Unten.
Dieses Doppelgesicht von Diversity kann sich auch auf seine Verwendung in der Politischen Bildung auswirken. Verstehen wir Differenzen als Merkmale von Individuen oder als Macht- und Herrschaftsverhältnisse, in denen Einzelnen unterschiedliche Handlungsspielräume zugewiesen werden? Wo wird mit Diversity Ungleichheit überwunden, wo nur in eine andere Form gebracht? Wie lässt sich der Einsatz für mehr Anerkennung mit dem Ringen um Umverteilung verbinden? -- Nach dem Input ist Zeit zur Diskussion und zum Austausch über Erfahrungen mit Diversity-Strategien in unterschiedlichen Praxisfeldern.
Die Referentin, Katrin Reimer, arbeitet in der Politischen Bildung und beendet derzeit ihre Promotion über Diversity.
Mit dem FORUM POLITISCHE BILDUNG möchten wir Bildungsarbeiter/innen, Lehrer/innen, Bildungsforscher/innen und anderen an politischer Bildung Interessierten einen Rahmen dafür bieten, sich gemeinsam über Ziele, neuere Theorie-Ansätze, Vermittlungsformen und Praxisprobleme zu verständigen.
Rosa Luxemburg Stiftung
Oft wird Diversity in die Tradition der Bürgerrechts- und Frauenbewegung der USA gestellt. Entwickelt aber wurde es angesichts eines drohenden Mangels an hoch qualifizierten Arbeitskräften unter Weißen Männern -- als eine Management-Strategie zu Erschließung der Potenziale in subalternen Gruppen. Die Existenz von Oben und Unten, von Reichtum und Armut, stand dabei nie in Frage. Heute rüstet der Ansatz Unternehmen für ihren Kampf um Profite in einer globalisierten Welt. Er verändert die Zusammensetzung derer, die Oben sind, und weist den großen Rest nach Unten.
Dieses Doppelgesicht von Diversity kann sich auch auf seine Verwendung in der Politischen Bildung auswirken. Verstehen wir Differenzen als Merkmale von Individuen oder als Macht- und Herrschaftsverhältnisse, in denen Einzelnen unterschiedliche Handlungsspielräume zugewiesen werden? Wo wird mit Diversity Ungleichheit überwunden, wo nur in eine andere Form gebracht? Wie lässt sich der Einsatz für mehr Anerkennung mit dem Ringen um Umverteilung verbinden? -- Nach dem Input ist Zeit zur Diskussion und zum Austausch über Erfahrungen mit Diversity-Strategien in unterschiedlichen Praxisfeldern.
Die Referentin, Katrin Reimer, arbeitet in der Politischen Bildung und beendet derzeit ihre Promotion über Diversity.
Mit dem FORUM POLITISCHE BILDUNG möchten wir Bildungsarbeiter/innen, Lehrer/innen, Bildungsforscher/innen und anderen an politischer Bildung Interessierten einen Rahmen dafür bieten, sich gemeinsam über Ziele, neuere Theorie-Ansätze, Vermittlungsformen und Praxisprobleme zu verständigen.
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