- Donnerstag, 09. Februar 2006 19.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Die Europäische Nachbarschaftspolitik – Papiertiger oder Demokratisierungshebel?
Das Beispiel Georgien
Die Aufnahme Georgiens, Armeniens und
Aserbaidschans in die <b>"Europäische
Nachbarschaftspolitik" (ENP)</b> der
Europäischen Union im Jahr 2004 ist eine
wichtige Chance, Demokratisierung und
Rechtsstaatlichkeit im Südkaukasus mit
europäischer Unterstützung
voranzubringen.<br>
<br>
Doch damit die "Europäische
Nachbarschaftspolitik" wirklich zur
Annäherung der Region an die Europäische
Union führt, müssen beide Seiten wichtige
Aufgaben erfüllen:<br>
Die <b>südkaukasischen
Regierungen</b> stehen
in der Verantwortung, ihren
Integrationswillen nach Europa nicht nur zu
deklarieren, sondern durch die tatkräftige
und anhaltende Umsetzung demokratischer
Reformen auch zu demonstrieren.<br>
Die <b>Europäische Union</b> ist
aufgefordert,
nicht nur umfangreiche Programme zu
finanzieren, sondern diese mit aktivem
politischen Engagement und eigenen
Initiativen zu begleiten und nur
tatsächliche Reformbereitschaft zu
honorieren.<br>
<br>
In Georgien beteiligen sich führende
Nichtregierungsorganisationen im Rahmen
eines von der Heinrich-Böll-Stiftung
unterstützten Aktionsprogramms an der
Ausarbeitung von Vorschlägen für einen
nationalen <b>ENP-Aktionsplan</b>.
Gerade an
diesem, für seine prowestliche
Orientierung oft gelobten Land, wird sich
zeigen, ob die Nachbarschaftspolitik zu
einem transparent gestalteten Instrument
politischer und gesellschaftlicher
Demokratisierung wird, oder ob sie sich als
Papiertiger erweist, der v.a. dazu erdacht
wurde, weitergehende Wünsche nach
EU-Mitgliedschaft abzuwehren.<br>
<br>
mit:<br>
<br>
<b>Kakha Gogolashvili</b>,<br>
Mitglied des Beraterstabs des Georgischen
Staatsministers für Europäische
Integration, Georgian Foundation for
International and Security Studies,
Tbilisi<br>
<br>
<b>Tinatin Khidasheli</b>,<br>
Georgische Assoziation junger JuristInnen,
Tbilisi<br>
<br>
<b>Paolo Bergamaschi</b>,<br>
Berater Außen- und Sicherheitspolitik,
Grüne/EFA<br>
<br>
<b>Christoph Retzlaff</b>,<br>
Auswärtiges Amt, Berlin<br>
<br>
<b>Walter Kaufmann</b>,<br>
Leiter des Regionalbüros Südkaukasus der
einrich-Böll-Stiftung in Tbilisi<br>
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