Montag, 12. April 2010 19.30 In meinem Kalender speichern

Die Entdeckung der Nachhaltigkeit – Kulturgeschichte eines Begriffs mit dem Autor Ulrich Grober | Buchvorstellung

Nachhaltig ist heutzutage alles, von der Diät bis zum Tourismus oder der Geldwirtschaft. Der Publizist und Journalist Ulrich Grober verweist auf den inflationären Gebrauch dieses Terminus. In seinem anschaulich-informativen Buch „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit - Kulturgeschichte eines Begriffs“ geht Grober der Entstehung des Begriffes nach.

Der Autor schildert die verschiedenen Deutungen, die dieser Begriff im Verlauf der Geschichte Europas durchlaufen hat. Die Idee der Nachhaltigkeit entstand bereits bei den alten griechischen Philosophen. Im Zeitalter der Aufklärung erlebte sie einen theologisch begründeten Aufschwung.

Vor fast 250 Jahren stieg „Nachhaltigkeit“ zum Leitbegriff der deutschen Forstwirtschaft auf. Er wird auf eine Publikation von Hans Carl von Carlowitz zurückgeführt und bezeichnet eine Bewirtschaftungsweise des Waldes, bei der immer nur so viel Holz geschlagen wird, wie nachwachsen kann. Politische Bedeutung bekam der Begriff während der UNO-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro. Inzwischen avancierte er zum Imperativ unserer Tage: als ökonomisch-ökologischer, sozialer und kultureller Schlüsselbegriff für das neue Millennium.

Begrüßung durch Silvia Hesse, Agenda 21-Büro.

Anschließend Diskussion mit Wirtschafts- und Umweltdezernent Hans Mönninghoff.
Veranstalter*in
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