Dienstag, 17. Mai 2005 19.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Die amerikanische Linke und der Irak-Krieg

Gespräch mit Tom Hayden zur aktuellen Debatte um die Positionen der Demokraten zum Irak-Krieg

Tom Hayden, Professor am Occidental College in Kalifornien und von 1982-2000 Senator für die Demokraten in Kalifornien, gilt als eine der führenden Stimmen der US-Studentenbewegung der 60ger Jahre und der amerikanischen Linken heute. <br><br> Als Vorsitzender der „Students for a Democratic Society“ verfasste er maßgeblich das „Port Huron Statement“ vom Juni 1962, das als eine Art Gründungsdokument der us-amerikanischen sozialen Bewegungen in die jüngere Geschichte einging. Einigen LeserInnen mag er kürzlich vor allem als zweiter Ehemann von Jane Fonda in ihrer aktuellen Biographie begegnet sein. <br><br> In einem vielbeachteten offenen Brief vom 26. April 2005 an den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Howard Dean, kritisiert er Deans Einschwenken auf die Linie der Bush-Regierung. Dean, im US-Wahlkampf schärfster Kritiker der Irak-Politik des amerikanischen Präsidenten, hatte sich kürzlich gegen einen Rückzug amerikanischer Truppen aus dem Irak ausgesprochen und damit heftige Debatten innerhalb der Demokraten und der amerikanischen Linken ausgelöst. <br><br> An diesem Abend diskutiert Tom Hayden, welchen Stellenwert in den Debatten der amerikanischen Linken Themen wie der Irak-Krieg, mögliche Rückzugsstrategien und außenpolitische Fragen allgemein haben.
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