Dienstag, 11. Oktober 2005 18.30 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Der Weg ins Paradies: Attentate zwischen Leinwand und Wirklichkeit

Filmvorführung und Diskussion

Eine Filmvorführung <b>„Der Tag, an dem ich ins Paradies wollte“</b> von Esther Schapira<br><br> Anschliessend diskutieren:<br> <b>Esther Schapira</b>, Redakteurin, Hessischer Rundfunk, Filmautorin<br> <b>Dr. Thomas Krüger</b>, Bundeszentrale für Politische Bildung (angefragt)<br> <b>Roman Paul</b>, Produzent, „Paradise Now“<br><br> Der viel besprochene Film „Paradise Now“ ist in den deutschen Kinos angelaufen. Damit veschärft sich eine seit Langem andauernde Diskussion um den richtigen Umgang mit dem Phänomen Selbstmordattentate. Während der Regisseur Hany Abu-Assad die Sprache der Fiktion wählt, um die Selbstmörder und „ihre eigene, ganz rationale Geschichte“ zu erzählen (Hany Abu- Assad), entschied sich Esther Schapira vom Hessischen Rundfunk für die Form der Dokumentation. In ihrem Film befragt sie einen gescheiterten Attentäter und seine Angehörigen, sowie diejenigen, die dem Anschlag knapp entkommen sind. Und sie zeigt uns die Geschichte von Opfern, die ein solcher Attentat nicht überlebt haben. <br><br> Bei der Veranstaltung diskutieren wir über die Rolle des Films als Mittel der Kunst und Dokumentation von Selbstmordattentaten, über die Freiheit der Filmemacher und ihre künstlerische Verantwortung, sowie über den Zusammenhang von Rezeption und Politik.