Verladung eines Liftvans 1933 an der Marcuskaje. Die Lifts wurden behördlich kontrolliert und bei entsprechenden Hinweisen von Speditionen nach unerlaubten Wertobjekten durchsucht. Ab 1939 blieben alle Lifts an Land und wurden versteigert. Urheber/in: Staatsarchiv Bremen (Quelle). All rights reserved.

Donnerstag, 09. April 2026 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

BRAUNES ERBE #6: Jüdisches Eigentum in Europas Häfen

Vortrag und Diskussion mit Susanne Kiel (Deutsches Schifffahrtsmuseum)

Während des Zweiten Weltkriegs lagerten in den Häfen Europas Umzugsgüter von Jüdinnen:Juden, die aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik den Kontinent verlassen mussten. Die Güter konnten mit Kriegsbeginn nicht mehr verschifft werden und wurden von den Behörden beschlagnahmt und öffentlich versteigert. Die Erlöse flossen in die Reichskasse, was nur durch ein eingespieltes administratives System und ein Netzwerk von Profiteur:innen möglich war. Noch heute befinden sich viele dieser geraubten Gegenstände und Kunstwerke in privater und öffentlicher Hand. 

Der neue Sammelband „Jüdisches Eigentum in Europas Häfen“, herausgegeben von den Provenienzforscherinnen Susanne Kiel und Dr. Kathrin Kleibl, versammelt Analysen, die die Verflechtung von Wirtschaft, Politik und Kultur bei diesen Beraubungen in den Häfen Europas sichtbar machen. In ihrem Vortrag fokussiert Co-Herausgeberin Susanne Kiel auf die lokalen Enteignungsvorgänge in den Häfen Bremens.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Braunes Erbe“ des Theaters Bremen, der Heinrich Böll-Stiftung Bremen und des Projekts geraubt.de.

Veranstaltungsreihe
„Braunes Erbe": Veranstaltungsreihe mit dem Theater Bremen und dem Projekt geraubt.de
Weitere Termine
Mittwoch, 11. März 2026
Adresse
noon
Theater am Goetheplatz
Goethepl. 1-3
28203 Bremen
Veranstalter*in
Landesstiftung Bremen