Mittwoch, 04. November 2009 19.30 – 00.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Aussteigen auf freier Strecke

Theater–Geschichtslabor entlang der Berliner Mauer

Im Mai 2009 erkundeten Jugendliche aus Berlin gemeinsam mit dem Medienkünstler Florian Thalhofer und der Theaterpädagogin Sarah Jasinszczak auf einer Fahrradexpedition den ehemaligen Berliner Mauerstreifen. Die 155 km lange Reise an den Rändern der Hauptstadt dauerte sechs Tage. Unterwegs sprach das Team mit Menschen im Grenzgebiet und bekam so einen Panoramablick auf das Vergangene und die Gegenwart. Das Material ist Ausgangspunkt einer szenischen Bearbeitung durch weitere Jugendliche geworden. Der Titel ist „Aussteigen auf freier Strecke“, Premiere ist in der Heinrich-Böll-Stiftung.

„Aussteigen auf freier Strecke“ versammelt persönliche Geschichten aus einer Zeit, als die Jugendlichen noch nicht geboren waren: Wie ging es dem Mädchen, dessen Puppe im Osten blieb? Was meinte Walter Ulbricht, als er sagte: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“? Wie reißt man so richtig ein Westpaket auf?

„Aussteigen auf freier Strecke“ ist ein Geschichtslabor - oder das, was der Geschichtsunterricht in der Schule nicht vermitteln kann.