Samstag, 05. Dezember 2009 11.00 – 19.00 Uhr In meinem Kalender speichern

ALSO Symposium : Krisen-Konzepte

3. wissenschaftlich-politisches Symposium der ALSO

Am 05. Dezember lädt die ALSO bereits zum dritten Mal zum wissenschaftlich-politischen Symposium in die Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg ein. In Kooperation mit der Professur für die Didaktik der Politik Bildung und der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften wollen wir dieses Jahr das Krisenmanagement der aktuelle Wirtschaftskrise diskutieren.

Die durch die Immobilienkrise in den USA ausgelösten Kettenreaktionen – Einbruch des amerikanischen Massenkonsums, Zusammenbruch der internationalen Kreditmärkte, Abzug enormer Kapitalmengen aus den Schwellen- und Entwicklungsländern – und die gleichzeitig evident gewordenen Überkapazitäten des Produktions- und des Transportsektors haben regelrechte Schockwellen auf der weltpolitischen Bühne ausgelöst. Die Regierungen der Industrie- und Schwellenländer haben schnell alte Doktrinen über Bord geworfen und massiv interventionistisch in die finanz- und realökonomischen Märkte eingegriffen. Begleitet wird die aktuelle Weltwirtschaftskrise aber noch von weiteren Krisen, der Klima-, Energie- und Hungerkrise, die in öffentlichen Debatten der vergangenen anderthalb Jahre nur wenig Raum gefunden haben.

So werden in den vier Vorträgen und dem anschließenden round-table Gespräch nicht nur die Ursachen der Krise analysiert, sondern auch ihre Zusammenhänge mit der ökologischen- und Nahrungskrise thematisiert und verschiedene Alternativen wie der „Green New Deal“ kritisch unter die Lupe genommen. Aber auch direkte Auswirkungen auf den Lebensalltag Betroffener sowie Handlungsmöglichkeiten sollen zur Sprache kommen.

Die Vorträge der Wissenschaftler_innen sollen Anregungen für einen aktiven Austausch zwischen wissenschaftlicher Analyse und praktischen sozialen Bewegungen geben. Und es sollen, nach Möglichkeit, auch Alternativen erörtert werden, die anders als die gegenwärtig angestrebten Wege zurück zum kapitalistischen Wachstumsimperativen ein menschenwürdiges Leben und Arbeiten für alle Menschen ermöglichen.
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