Mittwoch, 14. April 2010 19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

„Stolpersteine zum Frieden: Jerusalem – zwei Städte, wessen Hauptstadt?“

Podiumsdiskussion und Dokumentarfilme
Datum: Mittwoch, 14. April 2010, 19:00 bis 21:30 Uhr
Ort: Beletage der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin-Mitte
Eintritt frei

mit
Yudith Oppenheimer, Direktorin der israelischen NGO „Ir Amin“, Jerusalem
Prof. Issam Nassar, Mitbegründer des „Institute for Jerusalem Studies“, Jerusalem
Andreas Zumach, UNO Korrespondent, der taz und anderer Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen, Genf

Die Grundlagen für eine Zwei-Staaten Lösung zwischen Israel und den Palästinensern sind seit langem bekannt und diskutiert.

Nahost-Experten, Politiker wie auch kompromissbereite Kräfte auf beiden Seiten des Konflikts kommen häufig zu dem Schluss, dass es, sowohl bei den lokalen politischen Führungen als auch auf internationaler Ebene, an Kompromissbereitschaft und politischem Willen zur Lösung des Konflikts mangelt. Es scheint, dass weder die
israelische Regierung noch die palästinensische Führung, weder die USA oder die EU noch das Nahost-Quartett über eine politische Strategie zur friedlichen Regelung des Konflikts verfügen. Konfliktmanagement statt nachhaltiger Konfliktlösung trägt seit Jahren dazu bei, dass der Konflikt weiter schwelt, verschiedentlich offen ausbricht und gewaltsame statt politischer Lösungen Vorrang erhalten.

Es gibt aber auch Alternativen, die das Potential für Veränderung auf politischer und gesellschaftlicher Ebene haben: Analysen, die sorgfältig die Ursprünge des Konflikts untersuchen und daraus Szenarien und praktische Vorschläge entwickeln. Zum anderen sind es die ernsthaften und kontinuierlichen Bemühungen vieler Akteure, um den gemeinsamen Dialog zwischen Politik und Zivilgesellschaft zu fördern.

Diese Veranstaltung diskutiert „Stolpersteine“ zu einer friedlichen Lösung „Jerusalem“ mit Experten aus Israel, Palästina und Deutschland (weitere Themen der Reihe werden sein: Siedlungen, Grenzen, Flüchtlingsfrage, Wasser, politische Konstellationen). Kurze Dokumentarfilme illustrieren das Thema.

Teilweise in englischer Sprache mit Simultanübersetzung.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.