- Dienstag, 02. März 2010 17.00 Uhr – Dienstag, 02. Februar 2010, 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Russland im 21. Jahrhundert - Wege der Modernisierung
veranstaltet von `Friedrich Ebert Stiftung`
Vortrag von Igor Jurgens, Berater des russischen Präsidenten und
Vorstandsvorsitzender des `Instituts für moderne Entwicklung`, Moskau
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 28 (neues Haus), 10785 Berlin
2. März 2010, 18.00 Uhr
Seit der Zeit Peters des Großen wechselten sich in Russland Phasen der Stagnation immer wieder mit großen Anstrengungen zur Modernisierung des Landes ab. Auch gegenwärtig steht diese Frage erneut auf der politischen Tagesordnung: Nach den durch hohe Energiepreise geprägten `fetten Jahren` traf die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise Russland mit voller Härte. Die Schwächen einer einseitig auf den Rohstoff-Export orientierten Wirtschaft wurden sichtbar. Gravierende Defizite in den sozialen Sicherungssystemen, im Bildungswesen, in der Infrastruktur und in der verarbeitenden Industrie waren während der Präsidentschaft Wladimir Putins nicht entschieden genug angegangen worden; die Herausforderungen, vor denen die Führung des Landes nunmehr steht, sind gewaltig.
Igor Jurgens, Leiter des präsidentennahen Think-Tanks `Institut für moderne Entwicklung`, fordert nicht allein eine ökonomische Modernisierung - vielmehr kann diese für ihn nur im Zusammenhang mit weitreichenden gesellschaftspolitischen Reformen gelingen. Er wünscht sich eine breite Debatte über die zukünftige Gestalt Russlands, die zu einem Konsens über ein Leitbild führen soll, an dem sich wirtschaftliche, politische und soziale Reformen orientieren. Das Institut für moderne Entwicklung hat daher einen Vorschlag für ein solches Leitbild entwickelt und am 3. Februar in Moskau vorgestellt. Dieses `Modell einer wünschenswerten Zukunft` steht im Mittelpunkt seines Vortrages. Unterstützt wird Jurgens von seinen beiden Institutskollegen Ewgenij Gontmacher und Leonid Grigoriew. Alle drei stellen sich in der anschließenden Podiumsdiskussion den Fragen des Publikums. Der Abend endet mit einem kleinen Imbiss.
Zu den Personen:
Igor Jurgens ist Vorstandsvorsitzender des Instituts für moderne Entwicklung, dessen Kuratorium von Präsident Dmitrij Medwedew geleitet wird. Darüber hinaus ist er Erster Vizepräsident der Investmentbank `Renaissance Capital`, Vizepräsident des Russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes und lehrt als Professor an der Moskauer `Higher School of Economics`. In den 1970 bis 1990er Jahren bekleidete er Leitungspositionen in den Gewerkschaften.
Ewgenij Gontmacher ist Mitglied des Vorstandes des Instituts für moderne Entwicklung sowie stellvertretender Direktor des Instituts für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen (IMEMO) in Moskau.
Leonid Grigorjew ist Präsident des Instituts für Energie und Finanzen und Dekan der Fakultät für Management der Internationalen Universität, Moskau.
Friedrich Ebert Stiftung
Friedrich-Ebert-Stiftung, Hiroshimastraße 28 (neues Haus), 10785 Berlin
2. März 2010, 18.00 Uhr
Seit der Zeit Peters des Großen wechselten sich in Russland Phasen der Stagnation immer wieder mit großen Anstrengungen zur Modernisierung des Landes ab. Auch gegenwärtig steht diese Frage erneut auf der politischen Tagesordnung: Nach den durch hohe Energiepreise geprägten `fetten Jahren` traf die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise Russland mit voller Härte. Die Schwächen einer einseitig auf den Rohstoff-Export orientierten Wirtschaft wurden sichtbar. Gravierende Defizite in den sozialen Sicherungssystemen, im Bildungswesen, in der Infrastruktur und in der verarbeitenden Industrie waren während der Präsidentschaft Wladimir Putins nicht entschieden genug angegangen worden; die Herausforderungen, vor denen die Führung des Landes nunmehr steht, sind gewaltig.
Igor Jurgens, Leiter des präsidentennahen Think-Tanks `Institut für moderne Entwicklung`, fordert nicht allein eine ökonomische Modernisierung - vielmehr kann diese für ihn nur im Zusammenhang mit weitreichenden gesellschaftspolitischen Reformen gelingen. Er wünscht sich eine breite Debatte über die zukünftige Gestalt Russlands, die zu einem Konsens über ein Leitbild führen soll, an dem sich wirtschaftliche, politische und soziale Reformen orientieren. Das Institut für moderne Entwicklung hat daher einen Vorschlag für ein solches Leitbild entwickelt und am 3. Februar in Moskau vorgestellt. Dieses `Modell einer wünschenswerten Zukunft` steht im Mittelpunkt seines Vortrages. Unterstützt wird Jurgens von seinen beiden Institutskollegen Ewgenij Gontmacher und Leonid Grigoriew. Alle drei stellen sich in der anschließenden Podiumsdiskussion den Fragen des Publikums. Der Abend endet mit einem kleinen Imbiss.
Zu den Personen:
Igor Jurgens ist Vorstandsvorsitzender des Instituts für moderne Entwicklung, dessen Kuratorium von Präsident Dmitrij Medwedew geleitet wird. Darüber hinaus ist er Erster Vizepräsident der Investmentbank `Renaissance Capital`, Vizepräsident des Russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes und lehrt als Professor an der Moskauer `Higher School of Economics`. In den 1970 bis 1990er Jahren bekleidete er Leitungspositionen in den Gewerkschaften.
Ewgenij Gontmacher ist Mitglied des Vorstandes des Instituts für moderne Entwicklung sowie stellvertretender Direktor des Instituts für Weltwirtschaft und Internationale Beziehungen (IMEMO) in Moskau.
Leonid Grigorjew ist Präsident des Instituts für Energie und Finanzen und Dekan der Fakultät für Management der Internationalen Universität, Moskau.
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