- Donnerstag, 10. Dezember 2009 16.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Risse im ökonomischen Mainstream – Krisendeutung und -bewältigung
veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`
Das Ziel der Tagung besteht in der Bewertung und Einordnung von bemerkenswerten Prozessen und Veränderungen innerhalb der Wirtschaft des heutigen Kapitalismus sowie der Wirtschaftstheorie und –politik des ökonomischen Mainstream.
Im Kern handelt es sich dabei um Phänomene, die sich beispielsweise als „Risse“ bzw. „Aufbrüche“ oder als Ausdruck einer „Legitimationskrise“ im bislang relativ fest gefügten Block der Ökonomie des Neoliberalismus charakterisieren lassen.
Die der Tagung zugrundeliegende Arbeitshypothese ist, daß es sich hier um Modifikationen handelt, die für die kapitalistische Ökonomie wie für die herrschende Wirtschaftstheorie und –politik Relevanz besitzen und Fragen der Hegemonie des Neoliberalismus in Politik und Ideologie betreffen. Es ergeben sich zudem Konsequenzen für das politisch-strategische Agieren der Akteure des emanzipativen Spektrums, für die weitere Ausrichtung von alternativer Wirtschaftspolitik wie für Aktivitäten in der politischen Bildung
Relevante Fragestellungen für die Tagung:
1.
Von welchem Gewicht sind die Krisenprozesse und Veränderungen in der
kapitalistischen Ökonomie, in der Wirtschaftstheorie und –politik des
Mainstream, wie sind sie zu beurteilen bzw. einzuordnen?
2. Ist
ihre Charakteristik beispielsweise als „Risse“, „Aufbrüche“ oder als
Beleg für eine „Legitimationskrise“ der Ökonomie des Neoliberalismus
wirklich substantiell gesichert und belastbar?
3. Welchen
Niederschlag finden diese Prozesse des Krisenkapitalismus im Bewußtsein
der Bevölkerung und politischer Akteure wie etwa den Gewerkschaften?
4.
Welche speziellen Auswirkungen lassen sich aus einer längerfristig
ausgerichteten Perspektive möglicherweise hinsichtlich der Hegemonie
des Neoliberalismus erkennen?
5. Welche Anforderungen und Folgen
sind mit jenen Vorgängen im Krisenkapitalismus, in seiner ökonomischen
Ideologie und Politik gerade für das Denken emanzipativer Akteure sowie
für die weitere Ausrichtung von alternativer Wirtschaftstheorie und
–politik verbunden.
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