Freitag, 26. Februar 2010 19.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Nachkriegskinder

Organisierung von Jugendlichen in Guatemala

Die Strafosigkeit in Guatemala hält auch nach dem Bürgerkrieg (1960–1996), der Zeit der »Violencia«, weiter an. Der bewaffnete Konfikt mit seinen hunderttausenden Toten und zehntausenden Verschwundenen ist noch immer nicht aufgearbeitet. Bis heute müssen in Guatemala AktivistInnen aller Bereiche (Basis,- Campesino-, Frauen- und Menschenrechtsorganisationen) um ihr Leben fürchten.

Mit dieser Veranstaltung möchten wir insbesondere auf die Rolle der Jugendlichen sowohl in indigenen Gemeinden auf dem Land als auch in der Stadt aufmerksam machen. Viele Jugendliche haben die Zeit der »Violencia« als Kinder erlebt. Sie haben Familienmitglieder verloren und haben nach dem Krieg versucht, sich den Zwangsrekrutierungen der Militärs zu widersetzen. Ihre Organisierungsversuche auf dem Land und in der Stadt sind durch eine verschärfte Repression seitens des Staates und paramilitärischer Organisationen gekennzeichnet.

Nim Alae ist zur Zeit in Deutschland und wir möchten diese einmalige Gelegenheit nutzen, seine Erfahrungen in einer Abendveranstaltung zu präsentieren. Er hat lange Jahre in der Jugendlichen Mayabewegung gearbeitet, deren Ziel es war sich gegen die Zwangsrekrutierungen zu wehren sowie dass die Jugendlichen sich ihrer Identität und ihrer eigenen Rechte bewusst werden. Er war später in der Organisation HIJOS aktiv, die eine Aufklärung der begangenen Verbrechen durch Militär, Paramilitär, Polizei und Mafa fordern und die aktuelle Politik von Strafosigkeit und fortgesetzter Repression kritisieren.

In Kooperation mit dem Guatemala Komitee Berlin