- Dienstag, 04. Mai 2010 19.30 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Homo- und Transphobie in Uganda, Iran, Honduras: Ein Fall für die deutsche Außenpolitik?
Jour Fixe zur deutschen Außenpolitik
Am 17. Mai jährt sich zum fünften Mal der Internationale Tag gegen Homophobie. Der Gedenktag erinnert an die Initiative der Weltgesundheitsorganisation, Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Diskriminierung und Gewalt gegen Schwule, Lesben und Transgender sind bis heute weltweit ein gravierendes Problem. In vielen Ländern drohen Gefängnisstrafen oder Todesurteile.
Aufsehen erregt derzeit ein Gesetzentwurf in Uganda, der Homosexualität unter Todesstrafe stellen will. Im Iran sind Schwule und Transgender von der Todesstrafe bedroht. Die islamische Republik hat die zweithöchste Hinrichtungsrate weltweit. Übergriffe und Hetzjagden gegen Schwule sind auch in Lateinamerika keine Seltenheit. Nach dem Putsch in Honduras kam es dort zu zahlreichen Morden an Transsexuellen im Land.
Deutschland und die Europäische Union verfolgen eine werteorientierte und auf Menschenrechten basierende Außenpolitik. Trotzdem ist selbst Deutschland nicht frei von Homo- und Transphobie, von Diskriminierung und Gewalt gegen Lesben, Schwule und Transgender.
Anlässlich des diesjährigen Internationalen Tag gegen Homophobie möchten wir mit unseren Gästen und Ihnen diskutieren:
- Sollte der Kampf gegen Homophobie auch ein Thema für die deutsche Außenpolitik sein?
- Welchen Einfluss können Deutschland und die EU auf das schwulenfeindliche Gesetz in Uganda nehmen?
- Wie kann Deutschland die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender im Iran stärken?
- Wie steht es um ein Asylrecht für verfolgte Lesben, Schwule und Transgender in Deutschland und Europa?
- Wie können Deutschland und die EU Maßnahmen gegen Homo- und Transphobie in anderen EU-Mitgliedstaaten durchsetzen?
Unsere Gäste:
- Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer, Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
- Arsham Parsi, Iranian Queer Railroad, Toronto
- Claudia Körner, Ethnologin, Mitglied von Amnesty International, Berlin
- Sebastian Henning, Lateinamerika-Nachrichten, Berlin
Moderation:
Barbara Unmüßig, Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
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