Mittwoch, 22. September 2010 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Extrem populär?! Rechtspopulismus in Deutschland und Europa

veranstaltet von `Friedrich Ebert Stiftung`

`Korrupte Politiker abwählen!`, `Die da oben betrügen uns`, `Politik und Medien regieren und urteilen abgehoben vom einfachen Volk`, `Ausländer gehören nicht zu uns`.... Parolen wie diese vereinfachen und verzerren die Realität und geben vermeintlich einfache Antworten auf komplexe gesellschaftspolitische Zusammenhänge und Herausforderungen. Meist zeigt sich dahinter die Vorstellung einer homogenen Gemeinschaft, nicht selten schwingen in völkischer Tradition rassistische, chauvinistische sowie anti-islamische Ressentiments mit.

Gerade in Zeiten der Krise versuchen rechtspopulistische Parteien und Bewegungen mit einfachen Versprechen und Ausgrenzungsschablonen die Ängste vieler Bürger/innen für `ihre Sache` zu nutzen. Der Erfolg dieser Taktik zeigte sich u.a. in den jüngsten Wahlergebnissen rechtspopulistischer Parteien in Europa, - von Dänemark über die Niederlande und Österreich bis nach Osteuropa. Handelt es sich bei dieser Zunahme des Rechtspopulismus um ein vergängliches Phänomen oder ist dieser auf dem Weg zum politischen Mainstream? In einer Expertise für die Friedrich-Ebert-Stiftung geht Dr. Werner T. Bauer dieser Frage nach und analysiert rechtspopulistische Parteien in Europa.
Sie sind herzlich eingeladen, die Debatte mit Ihren Gedanken und Ideen zu bereichern!
Programm:
18.00 Uhr Begrüßung, Nora Langenbacher, Friedrich-Ebert-Stiftung
18.10 Uhr Vortrag: Rechtspopulismus - auf dem Weg zum politischen Mainstream?
Dr. Werner T. Bauer
Österreichische Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung (ÖGPP)
18.30 Uhr Podiumsdiskussion: Rechtspopulismus als Herausforderung für Politik und Gesellschaft
Dr. Werner T. Bauer, (ÖGPP)
Timo Reinfrank, Amadeu Antonio Stiftung
Axel Schäfer, MdB, Europapolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
Britta Schellenberg, Centrum für angewandte Politikforschung, Universität München
Dr. Frank Überall, Fachhochschule Düsseldorf und Journalist

Moderation: Frank Jansen, Journalist, Der Tagesspiegel
Friedrich Ebert Stiftung