- Montag, 27. November 2006 19.30 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Deutsche Militäreinsätze in Afghanistan
Wo sind die Grenzen?
Mit:
- Winfried Nachtwei, MdB, Verteidigungsausschuss BT
- Hangama Anwari, Menschenrechtskommissarin
- Norbert Hermann, Bundesministerium für Verteidigung, Auslandseinsätze
- Eckart Blaurock, Auswärtiges Amt, Nato Referat
- Peter Münch, Süddeutsche Zeitung
Moderation: Dr. Christina Alff, Freie Universität Berlin
Fünf Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes und einigen hoffnungsvollen Entwicklungen spitzt sich die Situation in Afghanistan seit Anfang des Jahres 2006 dramatisch zu: Nach der Offensive der Taliban-Kämpfer im Süden des Landes findet die Gewalt keine Ende, reißt die Serie von Raketenangriffen und Selbstmordattentaten nicht ab.
Ziele von Anschlägen sind nicht nur militärische Standorte, sondern auch zivile Einrichtungen wie Schulen. Kriminalität, Drogenhandel und zahllose Milizen tragen erheblich zur Destabilisierung des Landes bei.
Zwar verfügt mittlerweile auch Kabul im Zentrum über einige neue Hotels, Bürobauten und eine Shopping-Mall - Symbole, die gemeinhin als sichtbare Zeichen eines Aufbruchs interpretiert werden. Doch in den Außenbezirken der Hauptstadt und erst recht in den
entlegeneren Teilen des Landes lässt der erhoffte wirtschaftliche Aufschwung auf sich warten. Die wachsende Enttäuschung der Bevölkerung wird zudem von einer zunehmenden Korruption befeuert.
Nicht nur die Zentralregierung in Kabul, sondern die junge afghanische Demokratie insgesamt muss um ihre Akzeptanz kämpfen. Auch die internationale Gemeinschaft, deren wahrnehmbarste Repräsentanten im fünften Jahr der Befreiung immer noch die in die wiederaufflackernden Kämpfe verwickelten amerikanischen und britischen Truppen sind, muss sich trotz allen - auch finanziellen - Engagements um ihr Image sorgen.
Für Deutschland stellt sich nicht nur aufgrund der aktuellen Ereignisse um die Entgleisungen einiger Soldaten die Frage, wann die Grenzen des militärischen und zivilen Engagements in Afghanistan erreicht sind.
Auf der öffentlichen Abendveranstaltung diskutieren deutsche und afghanische ExpertInnen aus Politik und Zivilgesellschaft die Grenzen deutscher Militäreinsätze in Afghanistan.
- Winfried Nachtwei, MdB, Verteidigungsausschuss BT
- Hangama Anwari, Menschenrechtskommissarin
- Norbert Hermann, Bundesministerium für Verteidigung, Auslandseinsätze
- Eckart Blaurock, Auswärtiges Amt, Nato Referat
- Peter Münch, Süddeutsche Zeitung
Moderation: Dr. Christina Alff, Freie Universität Berlin
Fünf Jahre nach dem Sturz des Taliban-Regimes und einigen hoffnungsvollen Entwicklungen spitzt sich die Situation in Afghanistan seit Anfang des Jahres 2006 dramatisch zu: Nach der Offensive der Taliban-Kämpfer im Süden des Landes findet die Gewalt keine Ende, reißt die Serie von Raketenangriffen und Selbstmordattentaten nicht ab.
Ziele von Anschlägen sind nicht nur militärische Standorte, sondern auch zivile Einrichtungen wie Schulen. Kriminalität, Drogenhandel und zahllose Milizen tragen erheblich zur Destabilisierung des Landes bei.
Zwar verfügt mittlerweile auch Kabul im Zentrum über einige neue Hotels, Bürobauten und eine Shopping-Mall - Symbole, die gemeinhin als sichtbare Zeichen eines Aufbruchs interpretiert werden. Doch in den Außenbezirken der Hauptstadt und erst recht in den
entlegeneren Teilen des Landes lässt der erhoffte wirtschaftliche Aufschwung auf sich warten. Die wachsende Enttäuschung der Bevölkerung wird zudem von einer zunehmenden Korruption befeuert.
Nicht nur die Zentralregierung in Kabul, sondern die junge afghanische Demokratie insgesamt muss um ihre Akzeptanz kämpfen. Auch die internationale Gemeinschaft, deren wahrnehmbarste Repräsentanten im fünften Jahr der Befreiung immer noch die in die wiederaufflackernden Kämpfe verwickelten amerikanischen und britischen Truppen sind, muss sich trotz allen - auch finanziellen - Engagements um ihr Image sorgen.
Für Deutschland stellt sich nicht nur aufgrund der aktuellen Ereignisse um die Entgleisungen einiger Soldaten die Frage, wann die Grenzen des militärischen und zivilen Engagements in Afghanistan erreicht sind.
Auf der öffentlichen Abendveranstaltung diskutieren deutsche und afghanische ExpertInnen aus Politik und Zivilgesellschaft die Grenzen deutscher Militäreinsätze in Afghanistan.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
© Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Schumannstraße 8
10117 Berlin
T +49 (30) 285 34-0
F +49 (30) 285 34-109
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