- Mittwoch, 01. Juni 2005 19.30 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Berlin: Grenzen der Privatisierung?
Nachhalten 16: Gespräche zu Globalisierung und Nachhaltigkeit
Was haben die Wasserversorgung in
Manila, das Schulsystem in Nepal, die
Elektrizitätsversorgung in Südafrika und
der Eisenbahnverkehr in Großbritannien
gemeinsam? Die Bereitstellung aller dieser
öffentlichen Güter ist in den letzten Jahren
privatisiert worden. Marktmechanismen
regeln nun ihre Verteilung. Diese Beispiele
stehen für den Trend der Privatisierung,
welcher seit zwei Jahrzehnten nach und
nach die gesamte Welt erfasst. <br><br>
In Uruguay hat ein Referendum am 31.
Oktober vergangenen Jahres diesem Trend
ein „Nein!“ entgegengestellt. Mehr als 60%
der Wähler stimmten für eine
Verfassungsklausel, die die Privatisierung
der Wasserversorgung untersagt. REDES
(Friends of the Earth Uruguay) stand mit
an der Spitze der sozialen Bewegung, die
dieses Referendum vorantrieb.<br><br>
Der neue Bericht des Club of Rome „Limits
to Privatisation“ wirft einen kritischen Blick
auf die weltweiten Erfahrungen mit
Privatisierungen öffentlicher
Daseinsvorsorge.
Was kann privatisiert werden, was nicht?
Sind die Privatisierungen zu weit
gegangen? Was sind notwendige
Rahmenbedingungen für einen
leistungsfähigen öffentlichen Sektor, und
eine effektiven private Beteiligung?
<br><br>
Um Antworten auf diese Fragen soll auf
unserem sechzehnten Gespräch zu
Globalisierung und Nachhaltigkeit gestritten
werden.<br><br>
Mit: <br>
<b>Karin Nansen</b><br>
REDES – Friends of the Earth Uruguay<br>
<b>Ernst Ulrich von
Weizsäcker</b><br>
MdB, SPD, Club of Rome<br>
<b>Winfried Hermann</b><br>
MdB, Bündnis 90/Die Grünen
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