Dienstag, 20. November 2007

Onda Latina | Indigene Bewegungen im Neoliberalismus am Beispiel der Mapuche (Chile) | mit Carlos Contreras Painemal

Lateinamerika-Reihe - Okt. 2007 – Jan. 2008 | Veranstaltungsreihe des Pavillon – Kultur- und Kommunikationszentrum, Hannover

Datum, Uhrzeit
Dienstag, 20. November 2007, 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Durch Neoliberalismus und Globalisierung wird die Position vieler indigener Gruppen geschwächt, da es zunehmend schwieriger wird Unabhängigkeit von der ökonomischen Weltordnung zu bewahren.

Politisch setzt ein komplexes Netz aus internationalen Organisationen und lokalen Institutionen auf Integration und Beteiligung der Indígenas am neoliberalen Wirtschaftsmarkt und die indigenen Gesellschaften werden Schritt für Schritt hin zum Individualismus gelenkt. Die lediglich auf die Hoffnung auf Konsum ausgerichtete Integration des Neoliberalismus kann nur durch die Implementierung neuer Ideologien gelingen, die sich dann durchsetzen, wenn es gelingt die indigenen Gruppen in Fraktionen zu zersplittern. Wo manifestiert sich der Neoliberalismus im Alltag indigener Gruppen? Welche internen und externen Konflikte existieren? Welche Kämpfe und Anpassungsprozesse finden statt?

Carlos Contreras Painemal, selbst Mapuche, ist Antropologe und Doktorant an der FU Berlin.
Die Veranstaltung findet zweisprachig (spanisch/deutsch) statt. Übersetzung: Mechthild Dortmund.

Auf der Veranstaltung wird das Südamerika-Zentrum Hannover e.V. ein Projekt zur Unterstützung der indigenen Bevölkerung in Kolumbien vorstellen (www.saz-hannover.de).