Samstag, 11. Oktober 2008

EUROPE UNLIMITED | It’s a free World | Film

Filmfest Osnabrück 2008

Datum, Uhrzeit
Samstag, 11. Oktober 2008, 20.00 Uhr
Veranstalter/in
Externe Veranstaltung
It’s a free World
Großbritannien/Italien/Deutschland 2007,
35mm, 97 Min.
Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Regie Ken Loach
Buch Paul Laverty
Kamera Nigel Willoughby
Schnitt Jonathan Morris
Musik George Fenton
Darsteller Kierston Wareing, Juliet Ellis,
Leslaw Zurek, Joe Siffleet, Colin Coughlin
Auszeichnungen ›Osella‹-Drehbuchpreis
64. Internationale Filmfestspiele Venedig,
›Giraldillo‹-Filmpreis Filmfest Sevilla 2007
Distribution Neue Visionen Filmverleih

›It's a Free World‹ erzählt eine berührende Geschichte von Soll und Haben, die so zeitlos wie hochaktuell ist. Mit emotionaler Wucht inszenierte Ken Loach die Geschichte einer Frau auf dem Weg zur Selbstverwirklichung, die Gefahr läuft, sich unterwegs selbst zu verlieren und so gnadenlos zu enden wie die Welt in der sie lebt. Angie ist eine Individualistin und steht mitten im Leben. Taff, schlagfertig und selbstbewusst lebt in ihr der Unternehmergeist einer liberalen Wirtschaftswelt. Als sie ihren Job in einer Personalvermittlung verliert, läßt sie sich nicht beirren und beschließt, ihre eigene Agentur auf die Beine zu stellen. Sie steigt ein ins Geschäft mit Gastarbeitern aus Osteuropa. Doch hier ist das Geschäftsklima rauh, sind Gesetze nur zum Übertreten da. Zusammen mit ihrer Freundin Rose verschafft sie illegalen Einwanderern Arbeit - wenn auch nur für einen Tag. Doch mehr und mehr gerät Angie zwischen die Fronten aus Wirtschaftsbossen, Menschenhändlern und aufbegehrenden Arbeitern. Sie verfängt sich in einer gesetzlosen Zwischenwelt, die für das tägliche Leben im westlichen Europa so notwendig wie gefürchtet ist. Als sie sich in Karol aus Polen verliebt, muss sie sich für eine Seite entscheiden und hat doch eigentlich keine Wahl. Zwischen den eigenen moralischen Ansprüchen und dem persönlichem Erfolg hat sich ein unüberwindlicher Graben aufgetan. In seinem jüngsten Film entwirft Ken Loach ein ergreifendes und erschreckendes Bild von sozialer Identität. In der freien Welt gibt es keine Schuldigen mehr, sondern nur noch den Zwang der Umstände.