Mittwoch, 27. Januar 2010

Extrem normal? – Ein Vortrag zu rechtsextremen Einstellungen in Berlin und Brandenburg

Abendveranstaltung mit Prof. Dr. Oskar Niedermayer

Datum, Uhrzeit
Mittwoch, 27. Januar 2010, 18.00 Uhr – 21.00 Uhr
Veranstalter/in
Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
     Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg lädt Sie herzlich zur Diskussion „Extrem normal? – Ein Vortrag zu rechtsextremen Einstellungen in Berlin und Brandenburg“ mit Prof. Dr. Oskar Niedermayer ein.

Die Landtagswahlen in Brandenburg haben erstmals seit 1999 wieder ein nazifreies Parlament ergeben: Die rechtsextremistischen Parteien NPD und DVU konnten insgesamt nur 3,5 % der Wählerstimmen erringen. Ihnen wurde der Bruch des „Deutschland-Paktes“ zum Verhängnis, nach dem sich jeweils nur eine der beiden Parteien zur Wahl stellt, um eine Konkurrenzsituation zu vermeiden. Nach der Aufkündigung des Paktes kandidierte auch die NPD für den Landtag - und grenzte sich als `echte Rechte` aggressiv von der DVU ab.
Doch politische Einstellungen zeigen sich nicht nur im Wahlverhalten, sondern im täglichen Umgang miteinander.

Prof. Dr. Niedermayer- Politikwissenschaftler des Otto-Suhr-Instituts der Freien Universität Berlin- forscht und lehrt zu Parteien, Wahlen, politischen Einstellungen und Verhaltensweisen. In seinem Projekt zu rechtsextremem Gedankengut in Berlin und Brandenburg untersuchte er anhand mehrerer Studien, wie sich das Einstellungspotential in der Region von 2000 bis 2008 entwickelt hat. Er stellte fest, dass rechtsextreme Einstellungen tief in der Mitte der Gesellschaft verankert sind. Was ist eigentlich „rechtsextrem“? Und wie kommt es, dass immer mehr Menschen extreme Positionen einnehmen?

Der Vortrag wird die Studie detailliert vorstellen. In der anschließenden Diskussion ist Einmischung erwünscht und wir hoffen auf spannende Interventionen aus dem Publikum.